Der Babler-Doku-Flop wird zum politischen Dauerfeuer. Während die Kinokassen leer bleiben, eskaliert die FPÖ – mit parlamentarischen Anfragen, Gemeinderatsdebatte in Wien und einer direkten Rückzahlungsforderung an die SPÖ.
„Armageddon – Ende der SPÖ“
Die FPÖ setzt die Rhetorik beim Babler-Film nochmals deutlich schärfer an. Wie exxpress.at berichtete, bezeichnet die Partei den anhaltenden Kino-Flop der Dokumentation „Wahlkampf“ als „Armageddon – Ende der SPÖ.“ FPÖ-Bundesparteisprecherin Lisa Schuch-Gubik erklärte laut FPÖ-Website: „Dieser Film ist das perfekte Sinnbild für die SPÖ unter Babler – viel Selbstinszenierung, aber kein Rückhalt in der Bevölkerung.“ Sie forderte die SPÖ unmissverständlich auf, die gesamten Filmkosten selbst zu übernehmen: „Es ist das Mindeste, dass Babler den Österreichern jeden Cent zurückzahlt.“
553.000 Euro aus drei Fördertöpfen
Die Finanzierung des 97-minütigen Films setzt sich laut Freilich Magazin aus mehreren Förderungen zusammen – darunter Mittel des Österreichischen Filminstituts (ÖFI), des Filmfonds Wien und des Landes Niederösterreich. Insgesamt flossen rund 553.000 Euro an öffentlichen Mitteln in die Produktion. Wie exxpress.at berichtete, hat der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss eine Anfrage im Gemeinderat angekündigt, um zu klären, wie die städtischen Fördergelder konkret vergeben wurden.
Transparenz-Streit um Entstehungsgeschichte
Zusätzliche Brisanz liefert ein Widerspruch zwischen Babler und Regisseur Harald Friedl. Wie die FPÖ auf ihrer Website mitteilte, warf FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer Babler vor, den Entstehungsablauf des Films anders darzustellen als der Regisseur selbst: „Wenn Herr Babler heute einen anderen Eindruck über die Entstehungsgeschichte vermittelt als jenen, den der Regisseur öffentlich geschildert hat, dann braucht es dringend Aufklärung.“ Mölzer kündigte weitere parlamentarische Anfragen an Kulturminister Babler an.
SPÖ: Förderung war rechtmäßig und unabhängig
Die SPÖ wehrte sich auf ihrer Website gegen die Vorwürfe. Demnach wurden die Förderungen bereits 2024 – also lange vor Bablers Amtszeit als Kulturminister – von unabhängigen Förderstellen nach künstlerischen und wirtschaftlichen Kriterien genehmigt. Weder Babler noch das Kulturministerium hätten zu irgendeinem Zeitpunkt Einfluss auf die Förderentscheidungen genommen. Die FPÖ-Kritik laufe daher ins Leere.
Credits: APA

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