„Baustelle ÖVP“: Markus Figl übernimmt – Stocker bleibt optimistisch

„Baustelle ÖVP“: Markus Figl übernimmt – Stocker bleibt optimistisch

Am Samstag wurde Markus Figl, Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, zum neuen Obmann der Partei gewählt. Damit tritt er die Nachfolge von Karl Mahrer an, der nach der desaströsen Wien-Wahl im Frühjahr das Handtuch warf. Doch was bedeutet dieser Wechsel für die Volkspartei? Bundeskanzler Christian Stocker zeigte sich in seiner Rede kämpferisch und optimistisch.

Ein Parteitag auf der Baustelle

Die Szenerie hätte symbolischer nicht sein können: Der Parteitag fand in der Expedithalle der ehemaligen Ankerbrotfabrik in Wien-Favoriten statt – einer echten Baustelle. Paletten, Schaufeln und Absperrbänder mit der Aufschrift „Achtung hier entsteht Neues“ bildeten die Kulisse. Ein passendes Bild für die Wiener ÖVP, die sich nach Jahren des Abstiegs neu erfinden will.

Wie oe24.at berichtet, war die Wahl von Figl alles andere als ein Selbstläufer. In den internen Gremien musste er sich knapp gegen den Döblinger Bezirksvorsteher Daniel Resch durchsetzen. Resch wird nun als Stellvertreter fungieren, gemeinsam mit Elisabeth Olischar und Johanna Zinkl.

Stocker: „Es waren gute Jahre“

Bundeskanzler Christian Stocker nutzte die Bühne, um die Leistungen der Volkspartei zu verteidigen. „Ich glaube, dass es gute Jahre waren, wo die Volkspartei in der Regierung war und die besten, wo sie sie angeführt hat“, erklärte er. Gleichzeitig warnte er vor den Herausforderungen der aktuellen Zeit: „Europa lebt in einer Zeit der Bedrohung.“ Die Gesellschaft sei polarisiert, die Menschen krisenmüde und anfällig für falsche Versprechen.

Doch Stocker zeigte sich zuversichtlich: „Wer, wenn nicht die Volkspartei, soll das schaffen?“ Mit 40 Jahren Regierungsverantwortung im Rücken sei die Partei bestens gerüstet, um auch diese Krise zu meistern.

Figl: Hoffnungsträger oder letzte Chance?

Markus Figl, Großneffe des legendären Leopold Figl, soll die Wiener ÖVP aus der Krise führen. Bei der letzten Wahl stürzte die Partei erneut unter die 10-Prozent-Marke – ein historisches Tief. Doch Stocker glaubt an den neuen Obmann: „Figl steht für eine Stadt, in der Leistung mehr ist als Sozialleistung.“ Mit dieser Botschaft will die ÖVP in Wien wieder punkten.

Credits: APA

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