Annalena Baerbock, die Präsidentin der UN-Generalversammlung, reiste zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF) nach Davos, doch ihr Auftritt sorgte für mehr Spott als Applaus. Weit entfernt von der großen Hauptbühne sprach sie in einem kleinen Konferenzraum, in dem, wie Apollo News berichtet, zahlreiche Stühle unbesetzt blieben. Vor einer Handvoll Zuhörer hielt sie eine Rede, die kaum Beachtung fand.
Eine Rede, die im Nichts verhallt
Statt des großen Rampenlichts erwartete Baerbock eine fast intime Atmosphäre – allerdings nicht aus Exklusivität, sondern aus Mangel an Interesse. In ihrer rund zehnminütigen Ansprache, die im Rahmen einer Diskussion zum Thema „Who Brokers Trust Now?“ stattfand, versuchte sie, die Bedeutung multilateraler Institutionen wie der Vereinten Nationen hervorzuheben. Doch die Bilder des spärlich besetzten Raumes zeichneten ein anderes Bild und ließen ihre Botschaft kraftlos erscheinen.
Von Fake News, Grönland und der UN-Charta
Inhaltlich spannte Baerbock einen weiten Bogen. Sie warnte eindringlich vor den Gefahren von Desinformation und dem gezielten Einsatz von Fake News. Laut UN-Berichten zitierte sie die Tatsache, dass 96 Prozent aller Deepfakes pornografischer Natur seien und sich fast ausschließlich gegen Frauen richteten. „Die Wahrheit ist die Wahrheit. Wir verhandeln nicht über Wahrheiten und Fakten“, betonte sie.
Ein weiteres Thema war Grönland. Baerbock hob hervor, dass Grönländer dieselben Souveränitätsrechte genießen wie jeder andere auf der Welt, auch wenn es unterschiedliche geopolitische Interessen gebe. Zum Abschluss ihrer Rede bezeichnete sie die UN-Charta als „die gemeinsame Lebensversicherung der Welt“. Ein Plädoyer für eine regelbasierte internationale Ordnung, das jedoch vom spärlichen Applaus am Ende kaum untermalt wurde. Nach ihrer Rede verließ Baerbock zügig die Bühne und machte Platz für den nächsten Redner.
Quellen: exxpress.at, apollo-news.net, media.un.org, ukraine.un.org
Credits: APA
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