Die neueste INSA-Umfrage ist für SPÖ-Chef Andreas Babler ein doppeltes Debakel: Schwache Gesamtwerte und fehlender Rückhalt im eigenen Lager.
Kickl führt klar – Babler weit abgeschlagen
Wie exxpress unter Berufung auf die aktuelle INSA-Umfrage berichtet, liegt FPÖ-Chef Herbert Kickl bei einer hypothetischen Direktwahl des Bundeskanzlers mit 31 Prozent klar an der Spitze. ÖVP-Kanzler Christian Stocker folgt mit 18 Prozent. SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler kommt auf lediglich 12 Prozent – Platz drei mit großem Abstand.
Mehr als die Hälfte der eigenen Wähler lehnt ihn ab
Noch brisanter ist laut exxpress das Ergebnis innerhalb der SPÖ-Wählerschaft: Nur 43 Prozent der eigenen Anhänger würden Babler in einer Direktwahl unterstützen. Mehr als die Hälfte der SPÖ-Wähler steht also nicht hinter ihrem Parteichef. Der Vergleich macht das Ausmaß des Problems deutlich: Kickl holt laut exxpress 82 Prozent der FPÖ-Wähler hinter sich, Stocker immerhin 67 Prozent bei der ÖVP.
39 Prozent wollen keinen der drei
Wie exxpress weiter berichtet, würden 39 Prozent der Befragten – also fast vier von zehn Österreichern – bei einer Direktwahl keinen der drei genannten Kandidaten wählen. Das zeigt eine breite gesellschaftliche Unzufriedenheit mit dem politischen Angebot insgesamt – verschärft das Problem für Babler aber noch, weil er selbst in diesem Vakuum keine Anziehungskraft entfaltet.
Warnsignal für die SPÖ
Das Ergebnis trifft die SPÖ in einem ohnehin schwierigen Moment. Wie exxpress festhält, ist die Kombination aus schwachen Gesamtwerten und fehlendem Rückhalt in der eigenen Partei für einen amtierenden Vizekanzler mehr als ungewöhnlich – es ist ein klares politisches Warnsignal. Wer in der Kanzlerfrage nicht einmal die eigene Wählerschaft mehrheitlich hinter sich versammeln kann, hat ein strukturelles Glaubwürdigkeitsproblem, das sich durch Regierungsarbeit allein kaum lösen lässt.
Credits: APA
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