Babler im Kreuzfeuer: ORF-Interview sorgt für massiven Wirbel

Babler im Kreuzfeuer: ORF-Interview sorgt für massiven Wirbel

Ein Auftritt von SPÖ-Chef Andreas Babler im ORF sorgt auch Tage später noch für heftige Diskussionen und einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien. Seine Aussagen zu den russischen Luftraumverletzungen über EU-Gebiet werfen Fragen auf und lassen viele Beobachter ratlos zurück.

Leere Phrasen statt klarer Worte?

In der „Zeit im Bild“ wollte der Vizekanzler eigentlich „klar Stellung beziehen“, wie er selbst betonte. Doch auf die konkrete Frage, wie Österreich und die EU auf die Provokationen durch russische Kampfjets und Drohnen reagieren sollten, folgten Antworten, die viele als vage und nichtssagend empfanden. Wie oe24 berichtet, kritisierte selbst die Zeitung „Der Standard“ die „sinnentleerten Wortgirlanden“ des Politikers.

Auf die Frage nach einer Reaktion auf die Verletzung der Souveränität von EU-Staaten wie Estland und Polen durch Russland erklärte Babler:

„Na, ich würd einmal sagen, es ist deutlich mehr als eine Provokation, es ist zu verurteilen, da geht’s um die Verletzung von Souveränität von Staaten durch Russland, und wir brauchen da die volle Aufmerksamkeit auch in Österreich auf diese Verletzungen und auf diese Mehr-als-Provokationen durch Russland.“

Eine konkrete Handlungsanweisung blieb er jedoch schuldig.

Spott und Hohn im Netz

Auch seine weiteren Ausführungen stießen auf Unverständnis. Österreich werde sich bei einer „internationalen und solidarischen Aktion“ ganz normal einbringen, so Babler. Seine „große Vision“ sei es, zu verstehen, warum Russland „auch kein ernsthaftes Interesse zeigt, nach all den Zugeständnissen, wenn wir in die Ukraine schauen, dass sie nach wie vor weiter militärisch angreifen und sich auch nicht an Zugeständnisse halten.“

Diese unklaren Formulierungen sorgten im Netz für eine Welle der Kritik. Auf Social-Media-Plattformen hagelte es negative Kommentare für den Parteichef. Die Satire-Plattform „Die Tagespresse“ griff die Debatte auf und veröffentlichte, wie oe24 meldet, einen bitterbösen Artikel mit dem Vorschlag, die SPÖ plane, Babler zu betäuben und im Wald auszusetzen – eine zynische Anspielung, die zeigt, wie sehr das Vertrauen in die klaren Worte des Politikers erschüttert scheint.

Quelle: oe24, Zeit im Bild

Credits: ZIB

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x