Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) hat sich prominente Unterstützung ins Boot geholt. Rudolf Scholten, der legendäre Kulturminister der 90er-Jahre, wird künftig als Berater an Bablers Seite stehen. Und das Beste daran? Scholten macht das Ganze ehrenamtlich!
Ein Mann mit Geschichte
Rudolf Scholten, mittlerweile 69 Jahre alt, war von 1990 bis 1997 Kulturminister und gilt bis heute als einer der prägendsten Köpfe in der österreichischen Kulturpolitik. „Er verbindet wie kaum ein anderer Politik und Kultur“, schwärmte Babler gegenüber der Zeitung Der Standard. Doch was genau wird Scholten in seiner neuen Rolle tun? „Der Herr Vizekanzler trifft sämtliche Entscheidungen, uneingeschränkt, und ich darf mich in alles einmischen“, erklärte Scholten mit einem Augenzwinkern. Dabei gehe es ihm nicht darum, „herumzuschafteln“, sondern mit Fachwissen zu glänzen.
Filmförderung im Fokus
Ein erster großer Brocken, den das Duo Babler-Scholten anpacken will, ist die Reform der Filmförderung. „Der Fokus muss auf künstlerisch wertvollen Filmen liegen und nicht auf der internationalen Filmindustrie“, stellte Babler klar. Kunstförderung sei keine Wirtschaftsförderung, auch wenn sie positive Nebeneffekte habe. Ein klares Statement, das in der Branche für Diskussionen sorgen dürfte.
Ein Signal an die Kulturszene
Mit der Berufung Scholtens sendet Babler ein starkes Signal an die Kulturszene: Hier wird nicht nur geredet, sondern gehandelt. Die Entscheidung, einen erfahrenen Kulturpolitiker wie Scholten ins Team zu holen, könnte helfen, die zuletzt oft kritisierte Kulturpolitik der SPÖ wieder auf Kurs zu bringen. „Es ist gut, Beratung zu haben“, so Babler, der sich von Scholtens Expertise viel verspricht.
Credits: APA
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