Babler erklärt Airbnb den Krieg: SPÖ-Chef plant „Aktion Scharf“

Babler erklärt Airbnb den Krieg: SPÖ-Chef plant „Aktion Scharf“

SPÖ-Chef Andreas Babler, der innerparteilich in der Kritik steht, nimmt nun mit einer Initiative den Wohnungsmarkt ins Visier. Wie oe24 berichtet, startet Babler eine Großoffensive gegen Kurzzeitvermietungsplattformen wie Airbnb, denen er vorwirft, der heimischen Bevölkerung wertvollen Wohnraum wegzunehmen. Im Vorfeld eines SPÖ-„Themenrats“, einer Art Mini-Parteitag, enthüllt ein Resolutionspapier die brisanten Details seines Plans.

„Wohnungen sind zum Wohnen da“

Babler macht seine Position unmissverständlich klar: „Tourismusplattformen wie Airbnb verschlingen unseren Wohnraum. Wohnungen sind zum Wohnen da, nicht damit der höchstmögliche Profit aus ihnen geschlagen werden kann“, erklärte er gegenüber oe24. Während er sagt, niemand habe ein Problem damit, wenn jemand die eigene Wohnung im Urlaub vermietet, sei die systematische Entziehung von Wohnraum vom Markt das eigentliche Problem. Um dem entgegenzuwirken, fordert er ein „klares Regelwerk und eine ‚Aktion scharf‘ gegen illegale Praktiken, damit Wohnungen Wohnungen bleiben.“

Registrierung und Kontrollen: Der Plan gegen Miet-Haie

Doch was genau schwebt Babler vor? Der Plan der SPÖ sieht eine Registrierungspflicht für sämtliche private touristische Vermietungen vor. Diese soll eine bessere Kontrolle und Steuerung ermöglichen. Des Weiteren soll der Datenaustausch zwischen den Behörden und den Online-Buchungsplattformen verbessert werden. In der Resolution wird explizit eine gezielte „Aktion scharf“ gegen die illegale private Touristenvermietung gefordert, besonders in Regionen, die bereits unter Wohnraumknappheit leiden.

Das Wiener Modell als bundesweites Vorbild

Da die Wohnungsangelegenheiten in Österreich Ländersache sind, möchte Babler das „Wiener Modell“ auf das ganze Land ausrollen. Die Hauptstadt hat bereits eine Begrenzung für private, plattformbasierte Kurzzeitvermietungen auf maximal 90 Tage pro Jahr eingeführt. Wer seine Immobilie länger vermieten will, benötigt nicht nur die Zustimmung aller Wohnungseigentümer im Haus, sondern auch eine spezielle Ausnahmegenehmigung, die nur unter strengen Voraussetzungen erteilt wird. Dieser Vorstoß könnte bundesweit erhebliche Veränderungen für Vermieter und die Tourismusbranche mit sich bringen.

Quelle: oe24.at
Credits: APA

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