Der aktuelle Polit-Thriller belastet unsere Nerven: Das US-Verteidigungsministerium hat strategische Langstreckenbomber vom Typ B-2 Spirit in den Pazifikraum verlegt. Wie US-Medien berichten, waren die Tarnkappenflugzeuge von ihrer Heimatbasis in Missouri über die US-Westküste hinaus unterwegs – mutmaßlich zur Andersen Air Force Base auf Guam, einem US-Territorium. Das Pentagon bestätigt die Verlegung, betont jedoch: Es sei noch kein Befehl für einen Angriff erteilt worden.
Die B-2-Bomber gelten als zentrales Element möglicher amerikanischer Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen. Sie sind in der Lage, die 13.600 Kilogramm schwere bunkerbrechende Bombe GBU-57 „Massive Ordnance Penetrator“ zu transportieren – eine konventionelle Waffe, die laut Rüstungsexperten als einzige derzeit im Arsenal befindliche Bombe gilt, die tiefvergrabene Ziele wie die iranische Atomanlage in Fordo ernsthaft beschädigen könnte. Diese liegt unter einem Bergmassiv und wird als besonders schwierig zu zerstören eingeschätzt.
Politischer Druck – oder Ernstfall?
Auch wenn kein direkter Angriffsbefehl vorliegt, wird die Truppenbewegung als taktisches Signal verstanden: US-Präsident Donald Trump erwägt laut Insidern weiterhin eine militärische Beteiligung der USA an den israelischen Luftschlägen gegen iranische Ziele – darunter möglicherweise auch Fordo. Während Israel bereits mehrere Nuklearstandorte des Iran angegriffen hat, wurde Fordo bisher verschont – zu gut geschützt, zu riskant. Ein Einsatz der US-Bomber könnte dies ändern.
Trump fordert von Teheran ein vollständiges Einlenken beim Nuklearprogramm und hat eigenen Angaben zufolge Angriffspläne bereits genehmigt. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen. Der Präsident erklärte zuletzt, er werde „innerhalb von zwei Wochen“ entscheiden, ob die USA militärisch eingreifen.
Massives US-Aufgebot in Bewegung
Neben den B-2-Bombern hat das US-Militär bereits eine Vielzahl an Einheiten in Marsch gesetzt: Zwei Flugzeugträgergruppen, Tankflugzeuge zur Luftbetankung, Kriegsschiffe mit Abfangkapazitäten gegen ballistische Raketen sowie F-22-Kampfjets befinden sich inzwischen in Bereitschaft. Auch in Europa und dem Nahen Osten wurden amerikanische Kräfte verstärkt.
Der B-2-Bomber ist das einzige strategische Stealth-Flugzeug der USA. Er wurde ursprünglich für den Nuklearschlag im Kalten Krieg entwickelt, inzwischen aber auf den Einsatz konventioneller Großbomben umgerüstet. Seine Fähigkeit, gegnerische Luftabwehrsysteme zu umgehen, macht ihn zum bevorzugten Mittel für gezielte, tiefgreifende Erstschläge.
Während das Pentagon auf Nachfrage an das Weiße Haus verwies, lehnte die US-Regierung jede Stellungnahme zur Verlegung der B-2 ab. Doch die Signale sind eindeutig: Die USA erhöhen den militärischen und politischen Druck auf den Iran massiv – ob zur Abschreckung oder als unmittelbare Vorbereitung auf einen Angriff, bleibt offen.
Credits: APA
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