Der Wiener Szene-Gastronom Martin Ho kann aufatmen. In einer aufsehenerregenden Wendung hat die Staatsanwaltschaft Wien sämtliche Ermittlungen gegen ihn eingestellt. Dies betrifft sowohl das jüngste Verfahren wegen des Verdachts der betrügerischen Krida als auch frühere Vorwürfe, die zu einem Großeinsatz der Polizei geführt hatten.
Ende der Wirtschaftsermittlungen
Das letzte offene Verfahren gegen den Unternehmer wurde nun offiziell geschlossen. Dabei ging es um den Verdacht der betrügerischen Krida. Die Anzeigen dafür wurden im Herbst 2023 unter anderem von der Arbeiterkammer Wien und einem Masseverwalter eingebracht. Laut Informationen aus dem Umfeld von Ho verursachten die Ermittlungen durch Gutachten Kosten im hohen sechsstelligen Bereich, die nun von der öffentlichen Hand getragen werden müssen. Mit der Einstellung dieses Verfahrens sind nun keine Ermittlungen mehr bei der Staatsanwaltschaft Wien gegen Ho oder sein Umfeld anhängig.
Sein Strafverteidiger Nikolaus Rast äußerte sich gegenüber oe24 klar: „Die Vorwürfe gegen Martin Ho waren zu jedem Zeitpunkt unbegründet und haltlos. Er hat sich als Unternehmer nichts zuschulden kommen lassen.“ Die Einstellung bestätige nun die Unschuld und das korrekte unternehmerische Handeln seines Mandanten nach einer rund zweijährigen, belastenden Ermittlungsphase.
Früherer Polizeieinsatz und private Querelen
Die Einstellung betrifft auch einen Vorfall aus dem Dezember 2025, der für erhebliches mediales Aufsehen sorgte. Damals kam es in der Wiener Innenstadtwohnung von Ho zu einem Einsatz der Sondereinheit WEGA, wie die Kronen Zeitung berichtete. Hos damalige Lebensgefährtin hatte den Notruf gewählt und behauptet, mit einer Schusswaffe bedroht worden zu sein. Der Gastronom wurde daraufhin vorübergehend festgenommen, und es wurde ein Betretungs- sowie Waffenverbot verhängt.
Auch dieses Verfahren wurde nun eingestellt. Laut Heute.at erfolgte die Einstellung aufgrund der Beweislage im Zweifel, da kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung bestehe. Anwalt Rast hatte die Vorwürfe schon damals als „Intrige“ und Teil eines Obsorgestreits bezeichnet. Wie 5min.at meldet, wurde auch der Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz wegen angeblich zu großer Munitionsmengen nicht bestätigt.
Ho äußert sich erleichtert
Martin Ho selbst zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert, kritisierte aber die öffentliche Darstellung der Ereignisse. Gegenüber 5min.at erklärte er: „Die mediale Skandalisierung über die Landesgrenzen hinaus ist schmerzhaft und verletzt die Privatsphäre der Familie.“ Gleichzeitig betonte er, dass seine Hand zur Mutter seines Kindes weiterhin ausgestreckt sei.
Quelle: oe24.at, krone.at, heute.at, 5min.at, wien.arbeiterkammer.at
Credits: APA
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