Eine ARD/BR-Reportage über Islamismus in Deutschland sorgt für Aufsehen: Todesdrohungen gegen Lehrer, Scharia-Befürworter auf Berliner Straßen, islamistische Bücher frei verkäuflich. Ein Bild, das aufschreckt.
IS-Drohung an einer Bonner Schultafel
Der eindrücklichste Moment der BR24-Sendung „KLAR“ kommt früh: An einer Realschule in Bonn stand auf einer Schultafel der Satz „Auch Dich kriegt der IS!“ – eine direkte Drohung gegen einen Lehrer, der im Unterricht für religiöse Toleranz und Meinungsfreiheit wirbt. Wie die BR24-Reportage zeigt, ist das kein Einzelfall. Weitere Lehrer berichten von ähnlichen Erfahrungen auf Schulhöfen: In einem Fall verboten Kinder ihren Mitschülern, auf dem Schulhof zu essen – weil sie selbst den Ramadan fasteten, obwohl dieser für kleine Kinder nicht verpflichtend ist.
Neukölln-Straßenumfrage: Scharia statt Grundgesetz
Besonders aufsehenerregend ist eine Straßenumfrage in Berlin-Neukölln, bei der Passanten mit Migrationshintergrund gefragt wurden: Scharia oder Grundgesetz? Wie exxpress.at berichtete und die Sendung dokumentiert, antworteten mehrere Befragte vor laufender Kamera klar: Scharia. Auf die Frage, was passiert, wenn die Schwester einen Freund hat, fiel sogar das Wort „Ehrenmord.“ Die ehemalige Verfassungsschützerin Gülden Hennemann – selbst muslimischen Glaubens –, die in der Sendung ausführlich zu Wort kommt, sieht darin ein strukturelles Problem: Man müsse frühzeitig auf islamistische Tendenzen achten, bevor Gewaltbereitschaft entstehe.
Islamistische Bücher und Influencer frei verfügbar
Ebenfalls dokumentiert wird, wie offen islamistisches Material in Deutschland verfügbar ist. Wie die BR24-Sendung zeigt, werden in Berlin Bücher verkauft, die Unterdrückung von Frauen, Gewalt gegen Kinder und gewaltsamen Dschihad rechtfertigen. Deutschsprachige islamistische Influencer-Inhalte sind laut der Reportage online problemlos abrufbar – ohne dass wirksame Gegenmaßnahmen bestehen.
Münchner Anschlag als erschütternder Hintergrund
Den schwerwiegendsten Rahmen liefert ein Fall aus München: Ein Afghane fuhr vor gut einem Jahr in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi – tötete und verletzte Menschen. Er soll sich in Deutschland islamistisch radikalisiert haben und steht derzeit vor Gericht. Eines der Opfer, selbst Muslim, beklagte in der Sendung den Doppelschaden: „Genau wegen solchen Menschen werde ich gehasst.“
Die Reportage ist Teil einer neuen Staffel des ARD-Formats „KLAR“, das in diesem Jahr sechs Folgen ausstrahlt – drei vom BR mit Moderatorin Julia Ruhs, drei vom NDR mit Tanit Koch.
Credits: Screenshot X

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