Die Arbeitslosigkeit in Österreich bleibt ein brisantes Thema: Ende Februar waren laut Arbeitsmarktservice (AMS) 436.160 Personen arbeitslos oder in Schulung – ein Anstieg von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 8,3 Prozent. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer.
Frauen und Langzeitarbeitslose besonders betroffen
Besonders alarmierend ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Frauen, der mit 6,6 Prozent deutlich höher ausfällt als bei Männern (0,5 Prozent). Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist mit einem Plus von 13,9 Prozent auf 101.976 Personen besorgniserregend. AMS-Chef Johannes Kopf sieht dennoch erste Anzeichen einer Erholung: „In Oberösterreich und Kärnten sinkt die Arbeitslosigkeit, und der Zugang zu offenen Stellen nimmt erfreulicherweise wieder zu“, erklärte er in einer Aussendung.
Fachkräftemangel bleibt eine Herausforderung
Trotz steigender Arbeitslosenzahlen bleibt der Fachkräftemangel ein zentrales Problem. Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann fordert eine langfristige Fachkräftestrategie, die auf Qualifizierung und internationale Fachkräfte setzt. Bereits 2025 investierte das AMS 506 Millionen Euro in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.
Nahost-Konflikt als Unsicherheitsfaktor
Mit Sorge blickt Kopf auf die geopolitische Lage: „Der Konflikt im Nahen Osten könnte unsere wirtschaftliche Erholung spürbar belasten.“ Die Unsicherheiten auf globaler Ebene werfen einen Schatten auf die positiven Entwicklungen am heimischen Arbeitsmarkt.
Lehrstellenlücke verschärft sich
Auch am Lehrstellenmarkt zeigt sich ein düsteres Bild: Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden stieg um 10,8 Prozent, während die offenen Lehrstellen um 1.012 zurückgingen. Die Lehrstellenlücke beträgt nun 2.137 Stellen.
Quellen: oe24.at, Kurier, MeinBezirk, Heute, SN
Credits: APA
Neueste Kommentare