Erschütternde Eskalation der zunehmend antisemitischen Haltung in Wien: Neben den bereits üblichen von der Polizei gedulteten Protesten mit Gewaltaufrufen gegen Israel ist es nun auch zu einem bitteren Vorfall in einer Pizzeria gekommen – der Kellner weigerte sich, drei jüdische Künstler zu bedienen, weil sie miteinander in Hebräisch sprachen.
Erwin Javor, der bekannte Herausgeber von Mena-Watch und Gründer des Arik-Brauer-Preises, war selbst dabei, als dieser unfassbare Vorfall in Wien passiert ist – er schreibt auf X: „Erst gestern genossen der Geiger Hagai Shaham, die Pianistin Julia Gurvitch und ich in Wien einen ruhigen Moment in einem gemütlichen kleinen italienischen Restaurant – wir aßen vor unserem Konzert etwas. Natürlich sprachen wir Hebräisch miteinander. Nachdem der Kellner unsere Bestellung aufgenommen hatte, kam er zurück und fragte plötzlich, welche Sprache wir sprächen. Ich antwortete beiläufig: „Englisch und Deutsch.“ „Nein, nein“, beharrte er. „Was hast du gerade gesagt?“ Ich antwortete: „Hebräisch, natürlich.“ Er sah mir direkt in die Augen und sagte ohne zu zögern: „Dann geh. Ich serviere dir kein Essen.“ Einfach so. Der anfängliche Schock und die Demütigung saßen tief. Doch was uns noch tiefer traf, war das, was dann geschah – oder besser gesagt, was nicht geschah. Die Menschen um uns herum waren sichtlich erschrocken, manche warfen uns mitfühlende Blicke zu … und dann wandten sie sich wieder still ihrem Abendessen, ihren Gesprächen und ihrem Wein zu – als wäre nichts geschehen. Willkommen in Europa im Jahr 2025.“
Und Erwin Javor schreibt weiter: „Noch immer erschüttert betraten wir an diesem Abend mit schwerem Herzen die Bühne und suchten Zuflucht in der Musik, die wir lieben. Die Aufführung von Dvořáks Dumky-Trio vor ausverkauftem Haus bot uns eine seltene Art der Heilung – ein flüchtiger, aber kraftvoller Moment der Gnade inmitten der Dissonanz.“
Die Demütigung von jüdischen Mitbürgern müsste unverzügliche Folgen haben – Bürgermeister Michael Ludwig sollte sich selbst um diesen klaren Fall von Antisemitismus kümmern und den Besitzer der Pizzeria zu einer Aussprache vorladen.
Der für den Kampf gegen Antisemitismus zuständige Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) meldete sich am Sonntag nach dem Erscheinen des Berichts auf exxtra24 zu Wort: Er forderte eine vollständige Aufklärung der Vorwürfe. „Wer jüdische Gäste wegen ihrer Sprache aus einem Lokal weist, greift nicht nur jüdisches Leben an, er stellt sich gegen die Grundwerte unserer Republik“, zitiert die APA eine Stellungnahme Prölls. Er sprach von einem „beschämenden Alarmsignal“. Derartige Vorfälle hätten in Österreich keinen Platz.
Update um 15.40 Uhr

Wurde in Pizzeria nicht bedient: Erwin Javor


Aus den aktuellen Bewertungen bei GoogleMaps für die Wiener Pizzeria …
Credit: APA
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