Drohnen mit Sprengstoff, eine geplante Massenpanik, mutmaßliche Anschlagsziele bis hinauf zu Regierungsmitgliedern: Das US-Justizministerium hat Anklage gegen fünf Männer erhoben, die einen Anschlag auf das Kampfsportevent zu Donald Trumps Geburtstag geplant haben sollen.
Festnahmen in vier Bundesstaaten
Wegen eines mutmaßlich geplanten Anschlags auf das Kampfsportevent am Geburtstag von US-Präsident Donald Trump erhebt das Justizministerium Anklage gegen fünf Männer, wie die Tiroler Tageszeitung berichtet. Zu den Anklagepunkten gehört unter anderem die Verschwörung zum Mord, wie das Ministerium mitteilte. Die fünf Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 32 Jahren hätten es dabei laut der Tiroler Tageszeitung auch auf Regierungsmitglieder abgesehen. Die Festnahmen fanden laut Angaben des Justizministeriums in den Bundesstaaten Ohio, Missouri, Nebraska und Kalifornien statt.
FBI: Anschlag „im Keim erstickt“
Wie das Handelsblatt unter Berufung auf das FBI schildert, hatte die Behörde den mutmaßlich für Sonntag geplanten Anschlag durch die Festnahmen verhindert. Mehrere Menschen seien in Gewahrsam genommen worden, schrieb FBI-Chef Kash Patel auf der Plattform X. Die mutmaßlich geplanten Anschläge seien dadurch demnach „im Keim erstickt worden“.
Drohnen mit Sprengstoff als geplantes Werkzeug
Wie VOL.AT berichtet, wird den Verdächtigen vorgeworfen, den Einsatz von mit Sprengstoff bestückten Drohnen rund um das Kampfsportevent geplant zu haben, um eine Evakuierung der Veranstaltung zu erzwingen. Das Event selbst fand zu Trumps 80. Geburtstag in Form von Käfigkämpfen auf dem Südrasen des Weißen Hauses statt, wie das Handelsblatt ergänzt.
EINORDNUNG DER REDAKTION
Die Festnahmen reihen sich in eine seit Jahren angespannte Sicherheitslage rund um den US-Präsidenten ein – bereits 2024 war Trump während des Wahlkampfs Ziel mehrerer Sicherheitsvorfälle und eines Attentatsversuchs in Florida geworden, der schließlich zu einer lebenslangen Haftstrafe für den Täter führte. Im aktuellen Fall fällt auf, wie früh die Behörden eingriffen: Die Festnahmen erfolgten den Angaben zufolge bereits vor dem mutmaßlich geplanten Anschlagstermin, was auf eine vorab laufende Überwachung oder einen Hinweis aus dem Umfeld der Verdächtigen hindeutet – Details dazu nannten die Behörden bislang nicht. Wichtig zur Einordnung bleibt zudem, dass es sich bislang um Anklagen handelt, nicht um Verurteilungen: Die endgültige strafrechtliche Bewertung der Vorwürfe steht noch aus, ebenso weitere Details zu Motiv und Hintergrund der fünf Männer.
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