Andreas Babler: Ein Parteitag zwischen Hoffnung und Skepsis

Andreas Babler: Ein Parteitag zwischen Hoffnung und Skepsis

Wien – Andreas Babler bleibt an der Spitze der SPÖ, doch der Parteitag in der Wiener Messe war alles andere als ein Triumphzug. Mit 81,51 Prozent Zustimmung der Delegierten konnte der Parteichef zwar ein solides Ergebnis vorweisen, doch hinter den Kulissen brodelt es weiter. Wie die „Krone“ berichtet, sehen manche Funktionäre dies als „allerletzte Chance“ für Babler.

Ein Ergebnis, das Fragen aufwirft

Die Delegierten stimmten mit 81,51 Prozent für Babler – ein Wert, der zwar über der kritischen Marke liegt, aber deutlich hinter den 88,8 Prozent seines letzten Antritts zurückbleibt. Besonders pikant: Alle anderen Mitglieder des Parteivorstands erzielten deutlich höhere Zustimmungswerte. Babler war der einzige, der unter 90 Prozent blieb. Ein klares Signal, dass nicht alle in der Partei mit seiner Führung zufrieden sind.

„Ordnen statt Spalten“ – ein Motto mit Tücken

Babler selbst versuchte, den Parteitag als Neuanfang zu inszenieren. Unter dem Motto „Ordnen statt Spalten“ rief er zur Geschlossenheit auf. Doch wie „Profil“ berichtet, war die Stimmung im Saal angespannt. Viele Delegierte erinnerten sich an die internen Machtkämpfe der letzten Monate, die der Partei geschadet haben. Babler gestand in seiner Rede Fehler ein und appellierte an die Einheit der Partei: „Kommen wir zu unserer alten Stärke zurück.“

Kritik an der Basis

Während Babler in seiner Rede lautstark die Erfolge der SPÖ-Regierung hervorhob – von der Bankenabgabe bis zur Mietpreisbremse –, blieb die Kritik nicht aus. Wie der „Kurier“ berichtet, forderten Gewerkschafter und Jugendorganisationen ein Ende der öffentlichen Führungsdebatten. „Wir wollen doch ‚ordnen statt spalten‘, oder?“, fragte Ello Wachter, Vorsitzende der Aktion kritischer Schüler:innen, provokant.

Bablers Kampf gegen die FPÖ

Ein zentrales Thema seiner Rede war die Abgrenzung zur FPÖ. Babler attackierte FPÖ-Chef Herbert Kickl scharf und warf ihm vor, Österreich nach dem Vorbild von Donald Trump und Viktor Orbán spalten zu wollen. „Wir brauchen keinen Trump auf österreichisch“, so Babler laut „Vienna.at“. Besonders in der Migrationspolitik will die SPÖ in die Offensive gehen und der FPÖ das Thema „wegnehmen“.

Quellen: exxpress.at, orf.at, spoe.at, profil.at, kurier.at, vienna.at
Credits: APA

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