Andreas Babler: Der SPÖ-Chef im Kreuzfeuer der eigenen Partei

Andreas Babler: Der SPÖ-Chef im Kreuzfeuer der eigenen Partei

Andreas Babler, SPÖ-Vorsitzender und Vizekanzler der schwarz-rot-pinken Regierung, steht zunehmend unter Beschuss – und das aus den eigenen Reihen. Besonders sein jüngster Trip nach New York sorgt für Unmut. Während der Bundeskanzler auf Urlaub war, nutzte Babler die Gelegenheit für eine Reise in die USA, die er auf Social Media ausgiebig dokumentierte. Doch anstatt Lob erntete er Kritik. Wie oe24.at berichtet, werfen ihm Parteikollegen vor, sich nicht ausreichend um die drängenden Probleme in Österreich zu kümmern, insbesondere um Maßnahmen gegen die Teuerung.

Ein SPÖ-Insider wird zitiert: „In der Woche, wo der Kanzler auf Urlaub ist, fliegt er nach New York, anstatt sich hier zu vermarkten und Pläne gegen die Teuerung durchzusetzen.“

Kommunikationsprobleme und mangelnder Einsatz

Neben der unglücklichen Reiseplanung wird Babler auch vorgeworfen, nicht ausreichend zu kommunizieren. Laut oe24.at kritisieren Parteimitglieder, dass er „nicht kommuniziert“ und „nicht kommunizieren lässt“. Zudem fehle es ihm an Einsatzbereitschaft: „Er ist zu froh, in der Regierung zu sein, und setzt sich zu wenig ein“, heißt es aus den Reihen der SPÖ.

Auch bei der Verhandlung der Inflationsabgeltung für Pensionen bis 2.500 Euro habe Babler keine aktive Rolle gespielt. Diese Aufgabe sei vielmehr von der Sozialministerin und der Gewerkschaft übernommen worden, so die Kritik.

Schwache Gegner als Vorteil

Trotz der internen Kritik scheint Babler vorerst sicher im Sattel zu sitzen. Wie oe24.at berichtet, habe er das Glück, dass seine Gegner innerhalb der Partei entweder geschwächt sind oder sich zurückgezogen haben. In den Bundesländern erhält er zwar wenig Unterstützung, aber auch keinen nennenswerten Widerstand. Selbst die Wiener SPÖ, angeführt von Bürgermeister Michael Ludwig, hält mittlerweile Abstand zu Babler.

Ein heißer Herbst steht bevor

Die Zukunft des SPÖ-Chefs bleibt ungewiss. Viele in der Partei sind sich einig, dass Babler dringend Maßnahmen gegen die Teuerung präsentieren und sich stärker gegen die ÖVP durchsetzen muss. Andernfalls könnte der Herbst für ihn unangenehm werden. Doch Babler scheint sich davon nicht beeindrucken zu lassen. Seine Instagram-Posts aus New York zeigen ihn entspannt und selbstbewusst – ein Kontrast zu den Spannungen in seiner Partei.

Credits: oe24.at
Credits: APA

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