Alarmstufe Rot in Österreichs Medienhäusern: Regierung dreht den Geldhahn zu!

Alarmstufe Rot in Österreichs Medienhäusern: Regierung dreht den Geldhahn zu!

In Österreichs Redaktionen herrscht Untergangsstimmung. Eine beispiellose Kündigungswelle rollt durch die Medienlandschaft und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Wie oe24.at berichtet, sind heuer bereits über 300 Journalisten und Medienmitarbeiter auf die Straße gesetzt worden. Von traditionsreichen Zeitungen bis zu privaten TV-Sendern – niemand scheint vor dem radikalen Sparkurs sicher zu sein. Die große Frage, die sich alle stellen: Wer trägt die Schuld an diesem Desaster?

Massenentlassungen erschüttern die Branche

Die Liste der betroffenen Medienhäuser liest sich wie ein Who’s Who der österreichischen Presselandschaft. Den Anfang machte der „Kurier“, der über 60 Stellen abbaute. Kurz darauf folgte der „Standard“ mit der Kündigung von 25 Mitarbeitern. Doch damit nicht genug: Die Puls-Gruppe zog die Reißleine und stellte das gesamte Online-News-Angebot von Puls 24 ein, was 25 weitere Mitarbeiter den Job kostete. Selbst das finanzstarke Red Bull Media House, bekannt für seinen Sender ServusTV, musste über 60 Mitarbeiter entlassen.

Der jüngste Paukenschlag kommt von der Grazer Styria, die, wie oe24 berichtet, mehr als 50 Entlassungen bei der „Kleinen Zeitung“ anmelden wird. Ein Kahlschlag, der die gesamte Branche bis ins Mark erschüttert und ein düsteres Bild für die Zukunft der Medienvielfalt zeichnet.

Regierungskürzungen als Brandbeschleuniger

Während die schwächelnde Konjunktur und die übermächtige Konkurrenz von globalen Online-Riesen wie Google und Facebook ihren Teil zur Krise beitragen, zeigt der Finger doch immer deutlicher in eine Richtung: zur Bundesregierung. Diese hat die für viele heimische Medien überlebenswichtigen Inseratenschaltungen drastisch zusammengestrichen – um unfassbare 80 Prozent, wie oe24 meldet. Damit wurden dem Markt auf einen Schlag über 20 Millionen Euro entzogen.

Die Zahlen, die die Fachzeitschrift „Horizont“ liefert, sprechen eine deutliche Sprache. Gab die Regierung in der Ära Kurz im Jahr 2020 noch 57 Millionen Euro für Werbung in heimischen Medien aus, waren es im ersten Halbjahr dieses Jahres nur noch mickrige 3,1 Millionen Euro. Besonders hart trifft es den TV-Sektor, der mit lächerlichen 25.000 Euro abgespeist wurde.

Medienminister Babler in der Kritik

Ausgerechnet der zuständige Medienminister Andreas Babler wird von Kritikern als „Totengräber“ der Medienszene bezeichnet. Während er laut oe24-Informationen die Presseabteilung seines eigenen Ministeriums massiv aufgestockt hat, kürzte er die Werbeausgaben für heimische Medien auf ein Minimum. Von den versprochenen Medienförderungen ist bisher wenig zu sehen.

Zusätzlich verschärft die Handhabung der Digitalsteuer die Lage. Von den 140 Millionen Euro, die von den internationalen Tech-Giganten eingehoben werden, fließen nur 20 Millionen an die österreichischen Medien zurück. Den Löwenanteil von 120 Millionen Euro kassiert der Finanzminister – Geld, das dringend für die Sicherung von Journalisten-Jobs und die digitale Transformation benötigt würde. Würde diese Summe vollständig an die Medien ausgeschüttet, so der Tenor, gäbe es statt Kündigungen wieder Raum für Expansion und Innovation. Doch die Realität sieht anders aus und so droht Österreich ein dramatisches Mediensterben.

Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x