Mitten im Herz von Manhattan versammelten sich am 13. März hunderte Demonstranten zum Al-Quds-Tag — und riefen offen zur Unterstützung von Hamas und Hisbollah auf. Die Bilder gehen um die Welt.
Was am Times Square passierte
Wie die Times of Israel mit eigenem Reporter vor Ort berichtet, versammelten sich am Freitag mehrere hundert Teilnehmer zum Al-Quds-Day-Aufmarsch in Manhattan, der am Times Square startete. Unterstützt wurde die Kundgebung von linksgerichteten und anti-israelischen Aktivistgruppen, darunter Pal-Awda, die Bronx Anti-War Coalition und die Workers World Party.
Die Sprechchöre sorgten international für Empörung. Wie die Times of Israel weiter berichtet, riefen Demonstranten unter anderem auf Persisch „Tod für Amerika, Tod für Israel“, auf Arabisch „Wir unterstützen Hamas hier“ sowie den Schlachtruf „Khaybar, Khaybar“ — eine Anspielung auf einen historischen muslimischen Sieg über einen jüdischen Stamm, der heute als antisemitische Drohung gilt. Eine Frau schwenkte eine Hisbollah-Fahne, eine andere trug die Flagge des palästinensischen Islamischen Dschihad.
Wer hinter dem Al-Quds-Tag steckt
Der Al-Quds-Tag ist keine spontane Protestbewegung. Wie Wikipedia in seinem Eintrag zum Thema festhält, wurde er 1979 von Ayatollah Khomeini nach der iranischen Revolution ins Leben gerufen — mit dem erklärten Ziel, Muslime weltweit gegen die Existenz Israels zu mobilisieren. Heute werden Kundgebungen in zahlreichen Ländern abgehalten, die Veranstaltungen werden häufig von Iran selbst finanziert und organisiert.
Hamas und Hamas-nahe Gruppen werben aktiv für die Teilnahme. Das Counter Extremism Project verurteilte die Demonstration und stellte fest, der Al-Quds-Tag fungiere als Plattform für Antisemitismus, Holocaustleugnung und Unterstützung für von den USA designierte Terrororganisationen — darunter Hamas und Hisbollah. Die erhöhte öffentliche Sichtbarkeit für Terrorgruppen sei Teil ihrer Rekrutierungs- und Spendenaktionen.
Redner mit klaren Botschaften
Wie die Times of Israel berichtet, bezeichnete ein Redner „Zionisten“ als „Parasiten, die den Wirtskörper übernommen haben“. Mehrere Redner würdigten frühere Anführer von Hamas und Hisbollah als Märtyrer. Ein Kind auf der Bühne hielt ein Foto des verstorbenen iranischen Obersten Führers Khamenei hoch.
Großbritannien zieht Konsequenzen — New York nicht
Während New York die Demonstration durchführen ließ, reagierte Großbritannien mit einem Verbot. Wie Wikipedia berichtet, untersagte die britische Regierung im März 2026 den Londoner Al-Quds-Tag nach einem Antrag der Metropolitan Police, um schwere öffentliche Unordnung zu verhindern. Innenministerin Sarah Sackman bezeichnete die Unterstützung für die Islamischen Revolutionsgarden als „antibritisch“.
Am Times Square versammelten sich lediglich rund ein Dutzend israelfreundliche Gegendemonstranten auf der anderen Straßenseite — mit Rufen wie „USA“ und „Terroristen“.
Quellen:
- Times of Israel (Primärquelle, Reporter vor Ort): timesofisrael.com
- Counter Extremism Project: counterextremism.com
- Wikipedia (Al-Quds-Day, Hintergrundinformation): en.wikipedia.org
- exxpress.at
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