Abrechnung mit der NEOS-Spitze: Schellhorn verspottet „Freiheitsenergien“ als Bankrotterklärung

Abrechnung mit der NEOS-Spitze: Schellhorn verspottet „Freiheitsenergien“ als Bankrotterklärung

Es brodelt gewaltig in der heimischen Politik-Szene! Die hitzige Debatte um die neue Spritpreisbremse der Regierung hat nun einen prominenten Kritiker auf den Plan gerufen. Franz Schellhorn, der meinungsstarke Chef des wirtschaftsliberalen Thinktanks Agenda Austria, teilt heftig gegen die NEOS aus. Im Zentrum seines Spotts: Die Energiepolitik der Pinken.

Wut-Posting gegen die eigene politische Familie?

Wie das Portal Exxpress berichtet, nahm Schellhorn auf der Plattform X kein Blatt vor den Mund. Stein des Anstoßes war ein Auftritt von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Sie hatte bei der Präsentation der Spritpreisbremse vollmundig erklärt, man müsse langfristig auf Sonne, Wind und Wasser setzen. Ihre Wortwahl dafür: „Freiheitsenergien“.

Für den Agenda-Austria-Direktor ist das offenbar ein rotes Tuch. Er konterte scharf und stellte die wirtschaftspolitische Kompetenz der NEOS offen infrage. Margenbegrenzungen der Regierung als „marktwirtschaftliche“ Preiseingriffe zu bezeichnen, sei bereits absurd. Doch beim Thema Energie platzte ihm endgültig der Kragen.

Kochen nur bei Sonnenschein?

Schellhorn zerpflückte den Begriff der „Freiheitsenergien“ schonungslos. Er fragte sarkastisch, ob wir in Zukunft also nur noch die Freiheit hätten zu waschen, zu kochen und zu produzieren, wenn gerade die Sonne scheint. Seine bittere Schlussfolgerung: Für eine Partei, die sich selbst als liberal bezeichnet, sei eine solche Position wirtschaftspolitisch schlichtweg eine Bankrotterklärung. Staatliche Eingriffe und eine marktwirtschaftliche Argumentation passen für ihn absolut nicht zusammen.

Brisante Familienbande

Diese scharfe Kritik birgt noch eine ganz andere, pikante Note. Wie die Kronen Zeitung berichtet, ist Franz Schellhorn niemand Geringerer als der Bruder von NEOS-Staatssekretär Sepp Schellhorn. Während Sepp Schellhorn in der Regierung nach einigen holprigen Auftritten ohnehin schon unter Druck steht, schießt nun ausgerechnet sein eigener Bruder öffentlich gegen die Linie der Partei. Die NEOS selbst reagierten laut Kronen Zeitung auf die harten Worte des Bruders recht kühl. Sie ließen lediglich ausrichten, man werde die Privatmeinung eines Kolumnisten nicht weiter kommentieren.

Der pinke Plan für den Strom

Dabei haben die NEOS eigentlich klare Ziele formuliert. Wie die Partei auf ihrer eigenen Website schreibt, will man so schnell wie möglich raus aus der Abhängigkeit von russischem Gas. Der Fokus liegt voll auf dem rasanten Ausbau von erneuerbaren Energien. Die Partei fordert weniger Bürokratie und schnellere Verfahren für Windräder und Solaranlagen. Ob diese Pläne in der Praxis so reibungslos funktionieren, wie es auf dem Papier steht, bleibt abzuwarten. Franz Schellhorn hat sein hartes Urteil jedenfalls schon gefällt.

Quelle: Exxpress, Kronen Zeitung, NEOS
Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x