800 E-Autos an Bord: Brennende Morning Midas jetzt im Pazifik gesunken

800 E-Autos an Bord: Brennende Morning Midas jetzt im Pazifik gesunken

Was für eine Umweltkatastrophe – die aber von vielen Mainstream-Medien kaum erwähnt wird: Nach einem wochenlangen Brand ist das 183 Meter lange Autotransportschiff „Morning Midas“ im Pazifik gesunken – etwa 640 Kilometer vor der Küste Alaskas. Das Schiff war seit dem 3. Juni manövrierunfähig auf dem offenen Meer getrieben.

Das gewaltig große Schiff war seit dem 3. Juni manövrierunfähig auf dem offenen Meer getrieben, nachdem auf einem der Fahrzeugdecks ein Feuer ausgebrochen war. Die Crew hatte das Schiff unmittelbar nach Ausbruch des Feuers verlassen. Das britische Reedereiunternehmen Zodiac Maritime, das die „Morning Midas“ betreibt, teilte mit, dass die Kombination aus starken Brandfolgen und schwerem Seegang letztlich zum Untergang des Schiffes führte. Verletzt wurde offenbar niemand – die Besatzung wurde kurz nach dem Vorfall evakuiert.

Spekulation über die Brandursache

Nach Angaben der Reederei hatte die „Morning Midas“ 3000 Autos geladen – darunter etwa 800 Elektrofahrzeuge. Die meisten dieser Fahrzeuge stammten laut Wall Street Journal aus chinesischer Produktion und waren für den mexikanischen Markt bestimmt. Obwohl die genaue Ursache des Brandes weiterhin ungeklärt ist, richtet sich das Augenmerk der Experten erneut auf Lithium-Ionen-Batterien, wie sie in Elektroautos verwendet werden. Diese gelten als leicht entflammbar und erschweren bei Bränden oft die Löscharbeiten. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Fälle, in denen der Verdacht auf eine Verbindung zwischen brennenden Akkus und Schiffsbränden geäußert wurde – ohne dass dies abschließend bewiesen werden konnte.

Ein besonders aufsehenerregender Vorfall war 2022 der Untergang der „Felicity Ace“ im Atlantik. Der Frachter hatte tausende Luxusautos an Bord, darunter viele Elektrofahrzeuge. Die Bergungsspezialisten vermuteten damals, dass die Batterien maßgeblich zur schnellen Ausbreitung des Feuers beigetragen hätten. Mit dem Untergang der „Morning Midas“ sind auch viele potenzielle Hinweise auf die Brandursache verloren gegangen. Da sich das Wrack nun in tiefem Pazifikwasser befindet, wird eine Untersuchung erschwert.

Credit: APA

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