726.000 Euro! Das Mega-Gehalt der EZB-Chefin

726.000 Euro! Das Mega-Gehalt der EZB-Chefin

Christine Lagarde, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, verdient laut einer Analyse der Financial Times satte 726.000 Euro im Jahr. Das ist deutlich mehr, als die EZB in ihren offiziellen Berichten ausweist. Während das Grundgehalt mit 466.000 Euro angegeben wird, kommen durch Nebenleistungen und zusätzliche Tätigkeiten weitere 260.000 Euro hinzu.

Nebenleistungen und geheime Einkünfte

Wie die Financial Times berichtet, erhält Lagarde rund 135.000 Euro für Wohnraum und andere dienstliche Vorteile. Doch das ist noch nicht alles: Ihre Tätigkeit im Verwaltungsrat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bringt ihr weitere 125.000 Euro ein – ein Punkt, der in den Berichten der EZB nicht erwähnt wird.

Zum Vergleich: Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, verdient „nur“ 390.000 Euro jährlich. Lagarde übertrifft sie damit um mehr als 85 Prozent.

Kritik an der Transparenz

Die fehlende Offenlegung dieser Einkünfte sorgt für Kritik. Der Rechtswissenschaftler Guido Ferrarini bezeichnet die Transparenz der EZB als „mangelhaft“. Er fordert, dass die Vergütungen von Spitzenbeamten ähnlich detailliert offengelegt werden wie bei börsennotierten Unternehmen.

Ein Blick in die Zukunft: Die Rente

Auch nach ihrer Amtszeit wird Lagarde finanziell abgesichert sein. Ab 2030 kann sie mit einer jährlichen Rente von rund 178.000 Euro rechnen. Die Kosten für ihre Krankenversicherung und weitere Ruhegehaltsbeiträge wurden in der Analyse jedoch nicht berücksichtigt.

Ein Gehalt aus der Vergangenheit?

Die EZB verteidigt sich: Das Gehalt des Präsidenten sei seit der Gründung der Zentralbank 1998 festgelegt und lediglich an die jährlichen Gehaltsanpassungen angepasst worden. Dennoch bleibt die Frage, ob diese Regelungen noch zeitgemäß sind.


Ein Gehalt, das Fragen aufwirft

Während Lagarde fast viermal so viel verdient wie ihr US-amerikanischer Amtskollege Jay Powell, bleibt die Kritik an der Transparenz bestehen. Die Diskussion um die Offenlegung von Gehältern in internationalen Institutionen dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen.

Credits: Download von www.picturedesk.com am 11.01.2025 (11:06).
European Central Bank (ECB) President Christine Lagarde addresses the media following the Governing Council’s monetary policy meeting at the ECB headquarters in Frankfurt, Germany, December 12, 2024. REUTERS/Kai Pfaffenbach – 20241212_PD4892 – Rechteinfo: Rights Managed (RM) Nur für redaktionelle Nutzung! Werbliche Nutzung erfordert Freigabe: bitte schicken Sie uns eine Anfrage.

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