50.000 Jobs in Gefahr: Österreich zittert vor dem Wirtschaftsbeben!

50.000 Jobs in Gefahr: Österreich zittert vor dem Wirtschaftsbeben!

Bis zu 50.000 Arbeitsplätze könnten in Gefahr sein, nachdem China seine Exportbeschränkungen für Seltene Erden verschärft hat. Diese Rohstoffe sind essenziell für die Produktion moderner Technologien wie Elektromotoren, Windräder und Laptops. Wie die Unternehmensberatung McKinsey berichtet, könnte der Ausfall Chinas als Hauptlieferant besonders die Automobil- und Maschinenbauindustrie hart treffen.

„Es geht hier um China gegen die Welt“, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent. Die USA reagierten prompt mit der Drohung neuer Strafzölle. Doch die Folgen treffen Europa und insbesondere Österreich mit voller Wucht.

Seltene Erden: Der Schlüssel zur Elektromobilität

Seltene Erden sind das Herzstück moderner Technologien. Besonders wichtig sind sie für Permanentmagnete, die in Elektromotoren verbaut werden. Laut dem Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII) importierte Österreich 2023 rund die Hälfte dieser Magnete direkt aus China – im Wert von 21,2 Millionen Euro. Ein Ausfall Chinas als Lieferant könnte ganze Industriezweige ins Wanken bringen.

Die ersten Auswirkungen sind bereits spürbar: BMW meldet Engpässe, und Ford musste im Mai ein Werk in Chicago vorübergehend schließen. Auch europaweit drohen Produktionsstopps. „Die ganze Autobranche ist in voller Panik“, so Frank Eckard, Chef des Magnethändlers Magnosphere, gegenüber der Europäischen Handelskammer in China.

Europa als Verlierer im Handelsstreit

Misha Glenny, Direktor des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), sieht Europa als größten Verlierer im Handelsstreit zwischen China und den USA. China kontrolliert 69 Prozent des Weltmarkts und 91 Prozent der Verarbeitung Seltener Erden. Dadurch kann das Land Windräder und E-Autos deutlich günstiger produzieren als Europa. „Wir stehen vor einer massiven Herausforderung“, warnt Glenny.

Diversifizierung als Rettungsanker?

Experten fordern eine Diversifizierung der Lieferketten, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Im Fokus steht dabei Lithium, ein zentraler Rohstoff für Batterien in Elektroautos. Große Vorkommen gibt es etwa in Brasilien. Ein EU-Abkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur könnte laut Glenny ein wichtiger Schritt sein.

Doch das Abkommen ist umstritten. Greenpeace warnt vor Umwelt- und Sozialrisiken. Der Ökonom Harald Oberhofer vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) hält dagegen: „Wenn wir unabhängiger werden wollen, müssen wir diversifizieren. Handelsabkommen sind ein zentraler Hebel. Wenn wir das ablehnen, sterben wir in Schönheit.“

Credits: APA

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