Ausgerechnet in der Woche der Budgetrede erreicht die Unzufriedenheit mit der österreichischen Bundesregierung einen neuen Höchststand. Und selbst in den eigenen Reihen bröckelt es.
Die Zahlen
Die Lazarsfeld Gesellschaft hat zwischen dem 8. und 9. Juni 2026 insgesamt 1.000 Personen zur Zufriedenheit mit der Ampelkoalition befragt, wie oe24.at berichtet. Das Ergebnis ist für die Regierung düster: 55 Prozent geben an, mit der Arbeit der Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS unzufrieden zu sein. Davon bewerten 41 Prozent die Regierungsarbeit als „sehr schlecht“ — weitere 14 Prozent als „schlecht“. Nur 24 Prozent zeigen sich zufrieden, davon lediglich sieben Prozent „sehr zufrieden“. Die restlichen 21 Prozent haben keine klare Meinung.
Bröckeln in den eigenen Reihen
Dass FPÖ-Wähler die Ampel mit 89 Prozent negativ bewerten, liegt in der Natur der Opposition. Politisch brisanter ist laut oe24.at, was sich innerhalb der Koalitionswählerschaft abzeichnet: Bereits 22 Prozent der SPÖ-Wähler und 21 Prozent der NEOS-Wähler sind mit der Regierung unzufrieden. Am stabilsten ist die Zustimmung noch bei der ÖVP-Stammwählerschaft — dort geben 52 Prozent an, mit der Regierungsarbeit zufrieden zu sein.
Einordnung
Die Umfrage wurde in den Tagen unmittelbar vor der Budgetrede erhoben — zu einem Zeitpunkt, als die öffentliche Debatte um Sparmaßnahmen, Parteienförderung und Koalitionsstreit auf ihrem Höhepunkt war. Der eigentliche Inhalt des Doppelbudgets war noch nicht bekannt. Ob die tatsächlichen Maßnahmen — Lohnnebenkosten-Senkung, Grundnahrungsmittel-Entlastung, Elementarpädagogik-Ausbau — die Stimmung mittelfristig drehen, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Bis zur nächsten Wahl bleibt dafür Zeit — aber auch die Frage, ob das Budget seine Wirkung schnell genug entfaltet.
Credits: BKA, Christopher Dunker
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