Mitten in der Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 Grad schalten die Grünen auf Angriff: Parteichefin Leonore Gewessler fordert Sofortmaßnahmen für die Bevölkerung – und macht Klimaminister Totschnig dafür verantwortlich, dass bisher nichts passiert ist.
Das Forderungspaket der Grünen
Wie oe24 unter Berufung auf eine Grünen-Aussendung berichtet, fordern die Grünen ein konkretes Maßnahmenpaket für heiße Tage. Kernpunkt: An Tagen mit Hitzewarnstufe Orange oder Rot – also ab rund 35 Grad Gefühlstemperatur – sollen Freibäder kostenlos zugänglich sein. Zusätzlich soll es Hitzeschutzräume in allen Gemeinden geben. Mieter sollen Erleichterungen bei der Genehmigung von Klimaanlagen und Beschattungssystemen erhalten. Alle Ministerien sollen aufgefordert werden, in ihren jeweiligen Bereichen Hitzeschutzmaßnahmen zu entwickeln.
Hintergrund ist eine klare sozialpolitische Botschaft, die Gewessler laut oe24 formuliert: „Auch Menschen ohne Haus am See haben Hitzeschutz verdient.“ Wer sich keine Klimaanlage leisten könne und in einer kleinen Wohnung schwitze, brauche rasch wirksame Entlastung.
Seitenhieb auf Totschnig
Die schärfste Formulierung gilt Klimaminister Norbert Totschnig (ÖVP), der Gewesslers Nachfolger im Amt ist. „Am Ende ist dieser Sommer der kühlste unseres restlichen Lebens. Eine Regierung, die diesen Alarm nicht hört, verspielt die Zukunft unseres Landes“, sagte Gewessler laut oe24. Totschnig habe ein Klimaschutzprogramm, Renaturierung und Grünraum zur Kühlung überhitzter Gebiete „vollständig verabsäumt.“
Credits: BKA
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