Während in diesen Tagen die zehn Mordopfer des irren Schul-Killers von Graz bestattet werden, feiert am Ring und vor dem Wiener Rathaus die LGBTQ-Community ihr Riesenfest: 300.000 Besucher seien es laut ORF, die Polizei musste die Zugänge zum überfüllten Pride-Village sperren. Die FPÖ kritisiert den ORF für den Live-Stream über die Schwulen- und Lesben-Party.
Rote und grüne Politik-Prominenz war ganz vorne mit dabei, als die Pride Parade in Wien startete: Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), die Parteivorsitzende der Wiener Grünen, Judith Pühringer, oder Ex-Justizministerin Alma Zadic (Grüne) marschierten zwischen den spärlich bekleideten Party-Gästen mit. Für Zadic war es laut ORF nach dem „schrecklichen Massenmord in Graz“ wichtig, „ein Zeichen gegen Hetze und Gewalt zu setzen“. Auch für Katharina Kacerovsky-Strobl, die Veranstalterin von Vienna Pride, kam eine Absage letztlich nicht infrage. „Aber natürlich müssen wir der schrecklichen Tat in Graz gedenken“, sagte sie. Denn gerade in einer Zeit, in der in einigen Ländern die Rechte und Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Menschen wieder zum politischen Streitfall gemacht würden, habe man ein Zeichen setzen müssen.
Es wollten so viele Schwule, Lesben, und Queer-Fans beim „Zeichen setzen“ mit dabei sein, dass die Wiener Polizei am späten Nachmittag die Zugänge zum Pride-Village auf dem Rathausplatz sperren musste – das Gedränge war zu heftig.
Kritik an der Veranstaltung bzw. an der Übertragung der Regenbogenparade auf ORF ON kam am Samstag von FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker. „Während ganz Österreich um die zehn Ermordeten des schrecklichen Grazer Amoklaufs trauert, hat der linksgedrallte ORF nichts Besseres zu tun, als die ‚Regenbogenparade‘ auf ORF ON live zu streamen“, sagte er in einer Aussendung.

Credits: APA
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