356.000 Euro Sportgeld für Asylverein: Babler in der Kritik

356.000 Euro Sportgeld für Asylverein: Babler in der Kritik

SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler steht im Kreuzfeuer der Kritik. Der Grund? Eine saftige Förderung von 356.000 Euro an die NGO „asylkoordination österreich“ – und das ausgerechnet aus dem Sportbudget!

Ein sportlicher Fehltritt?

Die FPÖ hat es aufgedeckt: Gelder, die eigentlich für den österreichischen Sport gedacht sind, landeten bei einer Asyl-NGO. Laut einer parlamentarischen Anfrage der Freiheitlichen flossen in zwei Legislaturperioden insgesamt 356.406,80 Euro an die „asylkoordination österreich“. Besonders pikant: 137.635,88 Euro davon wurden unter Bablers Amtszeit als Sportminister überwiesen. Dazu kommt ein Werkvertrag über 12.000 Euro. Der Rest stammt aus der Ära seines Vorgängers Werner Kogler (Grüne).

Wie die FPÖ betont, handelt es sich um Mittel aus dem Bundessportförderungsgesetz – einem Topf, der eigentlich Sportvereinen zugutekommen soll. FPÖ-Sportsprecher Markus Leinfellner ist empört: „Es fehlt das Geld für eine tägliche Turnstunde an den Schulen, aber Babler schüttet das Füllhorn über Asylvereinen aus.“

Was macht die „asylkoordination“?

Die NGO setzt sich für die Rechte von Asylwerbern ein und ist bekannt für ihre kritische Haltung zu Abschiebungen und restriktiven Asylgesetzen. Doch was genau mit den Fördergeldern finanziert wurde, bleibt unklar. Die FPÖ fordert nun volle Transparenz:

„Welche Projekte wurden gefördert? Wurden die Mittel zweckgemäß verwendet? Und warum überhaupt aus dem Sportbudget?“, fragt Leinfellner.

Babler unter Druck

Für Babler wird die Luft dünn. Neben der Sportförderung steht er auch wegen anderer Ausgaben in der Kritik. So laufen Anfragen zu möglichen Friseur- und Stylingkosten seines Ministeriums. Offizielle Antworten stehen noch aus – Babler hat zwei Monate Zeit, um die Vorwürfe zu entkräften.

Politisches Kalkül oder berechtigte Kritik?

Die Debatte um die Förderungen zeigt einmal mehr, wie hitzig die Diskussionen um Asylpolitik in Österreich geführt werden. Während die FPÖ von „Zweckentfremdung“ spricht, könnte Babler argumentieren, dass die Förderung im Sinne der Integration und sozialen Kohäsion steht. Doch ob das die Kritiker besänftigt, bleibt fraglich.


Quelle: Heute.at
Credits: APA

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