Zynismus pur! Selenskyj wütet über Wladimir Putins angebliche Waffenruhe

Zynismus pur! Selenskyj wütet über Wladimir Putins angebliche Waffenruhe

Es sollte ein Moment des Durchatmens sein, doch die Realität sieht völlig anders aus. Der russische Präsident Wladimir Putin fordert für die feierliche Siegesparade in Moskau eine Waffenruhe. Doch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schäumt vor Wut. Er wirft dem Kreml eiskalte Berechnung vor. Während in Moskau marschiert werden soll, sterben in der Ukraine weiterhin unschuldige Menschen im Raketenhagel.

„Blanker Zynismus“ aus Moskau

Die Ankündigung aus Russland klang zunächst nach Entspannung: Wladimir Putin ordnete an, am 8. und 9. Mai die Waffen schweigen zu lassen. Wie die Tagesschau berichtet, geschah dies im Vorfeld des 81. Jahrestags des Sieges über Nazi-Deutschland. Zuvor hatte der amtierende US-Präsident Donald Trump laut Tagesschau mit Putin telefoniert und die Idee einer Feuerpause besprochen.

Für Wolodymyr Selenskyj ist dieser Vorstoß jedoch eine absolute Farce. Wie oe24 berichtet, nannte er die Forderung nach einer Waffenruhe für Propaganda-Feierlichkeiten „blanken Zynismus“. Der Grund: Fast zeitgleich feuerten russische Truppen weiterhin tödliche Drohnen und Raketen ab. Selenskyj machte deutlich, dass Russland das Feuer schlichtweg komplett einstellen könne, um den Krieg zu beenden. Als Reaktion verkündete Kiew eine eigene, vorgezogene Feuerpause für die Nacht auf den 6. Mai.

Blutige Angriffe trotz Friedensgerede

Wie das ZDF in seinem Liveticker meldet, gab es in der Region Poltawa einen heftigen Drohnen- und Raketenangriff. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet und über 30 verletzt. Auch in Charkiw schlug der Terror aus der Luft zu: Ein Raketenangriff kostete sechs Menschen das Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Die Ukraine lässt diese Aggression allerdings nicht unbeantwortet. Kiew dreht den Spieß um und trägt den Krieg tief ins russische Hinterland. Laut oe24 und ZDF flogen ukrainische Drohnen bis ins rund 1.500 Kilometer entfernte Tscheboksary an der Wolga. Dort wurde eine Rüstungsfabrik attackiert. Selenskyj kündigte bereits an, die Angriffe auf russisches Territorium drastisch zu erhöhen. Die Schlagkraft der Ukraine wächst zusehends.

Siegesparade der Angst

Die große Machtdemonstration auf dem Roten Platz fällt in diesem Jahr ohnehin deutlich bescheidener aus. Aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen verzichtet Moskau auf die Präsentation von schweren Panzern und Raketen. Wie die Zeit und Antenne Düsseldorf übereinstimmend berichten, entfällt die Technik-Schau aufgrund der angespannten „operativen Lage“. Stattdessen marschieren vor allem Offiziersanwärter auf.

Quelle: oe24, Tagesschau, ZDF, Zeit, Antenne Düsseldorf

Credits: APA

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