Wut über staatliche Verbote: Top-Ökonomin rechnet mit dem Verbrenner-Aus und Preis-Tricks ab

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Wut über staatliche Verbote: Top-Ökonomin rechnet mit dem Verbrenner-Aus und Preis-Tricks ab

Die Preise an der Zapfsäule steigen, der Einkauf im Supermarkt reißt ein Loch in die Haushaltskasse. Viele Autofahrer und Konsumenten fühlen sich zu Recht unter Druck gesetzt. Nun spricht eine der führenden Wirtschaftsexpertinnen des Landes Klartext. Monika Köppl-Turyna, Direktorin des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria, kritisiert staatliche Eingriffe in scharfen Worten und deckt auf, was wirklich hinter den hohen Kosten steckt.

Die fiese Spritpreis-Falle am Land

Zocken uns die Tankstellen ab? Autofahrerclubs schlagen bereits Alarm, weil die Preise an den Zapfsäulen oft schneller in die Höhe schießen, als es die tatsächlichen Kosten rechtfertigen würden. Wie Köppl-Turyna im Videopodcast „Message Macht Medien“ auf krone.tv erklärte, gibt es für solche Markttricksereien durchaus viel Spielraum.

Besonders hart trifft es Menschen in ländlichen Regionen. Wenn eine Tankstelle am Land eine starke Marktmacht hat und es weit und breit keine Ausweichmöglichkeiten gibt, wird sie diese Situation gnadenlos für sich nutzen, warnt die Ökonomin. In Zeiten einer ohnehin hohen Inflation haben es Unternehmen leicht, teure Preise durchzudrücken. Der Konsument verliert schlichtweg den Überblick, welcher Preis noch gerechtfertigt ist und wo die reine Abzocke beginnt.

Die Inflation lässt uns nicht los

Wer gehofft hat, die Teuerungswelle sei endgültig vorbei, muss stark bleiben. Im Jänner lag die Inflation bei zwei Prozent, für Februar schätzt man sie auf 2,2 Prozent. Wie Köppl-Turyna im Podcast verriet, wird wohl auch im März „ein Zweier vorne bleiben“. Sollten sich globale Krisen verschärfen, könnten die Preise sogar wieder drastisch anziehen.

Doch es droht noch eine ganz andere Gefahr. In einem Gespräch mit dem Portal brutkasten.com machte die Ökonomin auf die riskante Lohn-Preis-Spirale aufmerksam. Wenn die Löhne extrem stark steigen, geben die Unternehmen diese neuen Kosten direkt wieder an die Kunden weiter. Die Preise klettern munter weiter nach oben, und am Ende bleibt den Menschen kein echter Gewinn im Geldtascherl. Statt nur die Nachfrage durch ständige Finanzspritzen anzuheizen, fordert sie echte strukturelle Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Frontalangriff auf das Verbrenner-Verbot

Besonders deutlich wird die Expertin, wenn es um die aktuelle Energiepolitik geht. Ein politisches Verbot von Verbrennungsmotoren? „Na, absolut nicht“, lautet ihre unmissverständliche Antwort im Podcast.

Ein solches Verbot ist für sie ein Fehler, da es technologische Entwicklungen von vornherein abwürgt. Ein gutes Beispiel dafür sind E-Fuels. Auch wenn diese synthetischen Kraftstoffe im Moment noch teuer und im alltäglichen Verkehr ineffizient erscheinen, könnten sie für die Industrie in der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen.

Der Staat darf laut Köppl-Turyna nicht einfach den allwissenden Richter spielen und eine einzige Technologie als Lösung für die Zukunft festlegen. Stattdessen brauche es einen offenen Markt, der Innovationen atmen lässt. Mit breiten Steuerungsinstrumenten wie dem Emissionshandel erreicht man laut der Ökonomin weit mehr als mit starren und wirtschaftsfeindlichen Verboten.

Quelle: exxpress.at, krone.tv (Podcast Message Macht Medien), brutkasten.com

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