Wut über geheime Zulagen: Gewerkschaftsbosse kassieren ab, während Lehrer durch die Finger schauen

Wut über geheime Zulagen: Gewerkschaftsbosse kassieren ab, während Lehrer durch die Finger schauen

Der Verdacht stand schon lange im Raum, doch jetzt liegen die schockierenden Zahlen auf dem Tisch. Während normale Beamte und Lehrer harte Sparmaßnahmen schlucken und auf ihre hart erarbeiteten Gehaltserhöhungen verzichten müssen, streifen freigestellte Personalvertreter heimlich massive Zulagenerhöhungen ein.

Ein schmutziger Deal hinter verschlossenen Türen?

Die Spitze der Beamtengewerkschaft hat sich offenbar von der Regierung einkaufen lassen. Der mutmaßliche Abtausch ist zutiefst unfair: Das allgemeine Gehaltspaket für normale Bedienstete wird gekürzt, im Gegenzug gibt es einen enormen Geldregen bei den Zulagen für freigestellte Personalvertreter. Diese monatlichen Boni explodieren von maximal 846 Euro auf über 3.400 Euro. Und der absolute Jackpot für die Gewerkschaftsbosse? Diesen massiven Geldsegen gibt es noch zusätzlich zum normalen Gehalt obendrauf.

Die Grünen schäumen vor Wut. Wie der Standard berichtet, spricht Vize-Klubobfrau Sigrid Maurer von einer „himmelschreienden Ungerechtigkeit“ und plant eine Klage vor dem Verfassungsgerichtshof. Sie weist darauf hin, dass Zehntausende Lehrer jeden Tag alles geben, nur um dann auf ihre Gehaltserhöhung zu verzichten, während sich ein paar Spitzenfunktionäre ungeniert die Taschen vollstopfen.

Der Steuerzahler darf die Zeche zahlen

Der finanzielle Schaden für den Steuerzahler ist enorm. Wie die Presse festhält, gilt die neue Regelung sogar rückwirkend bis Jänner 2023. Allein in Salzburg bedeutet das, dass das jährliche Budget für diese speziellen Zulagen von rund 22.000 Euro auf unfassbare 229.000 Euro ansteigt. Wir sprechen hier von Hunderttausenden Euro an plötzlichen Nachzahlungen für ein einziges Bundesland.

Auf Bundesebene wird es noch wilder. Heute.at enthüllte, dass allein das Justizministerium wegen der rückwirkenden Regelung mit Nachzahlungen von über einer Million Euro rechnet. Ein einziger glücklicher Beamter streift Berichten zufolge sagenhafte 108.892 Euro an Nachzahlung ein.

Quellen: oe24.at, Die Presse, Der Standard, Heute.at
Credits: APA

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