Wüsten-Deal für Kiew: Selenskyj schmiedet mächtige Allianzen mit den Scheichs

Wüsten-Deal für Kiew: Selenskyj schmiedet mächtige Allianzen mit den Scheichs

Es ist eine diplomatische Offensive, die aufhorchen lässt: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist mitten in schweren militärischen Zeiten für sein Land in den Nahen Osten. Das ehrgeizige Ziel? Mächtige Verbündete und ein starkes Netzwerk. Wie er nun selbst in seiner abendlichen Videobotschaft verkündet, war der Trip ein voller Erfolg. Die Ukraine hat gewaltige Vereinbarungen mit mehreren wohlhabenden Golfstaaten in der Tasche.

Ein historischer Handschlag in der Wüste

Selenskyj spricht ganz offen von einem echten Meilenstein. Wie das Handelsblatt berichtet, gibt es bereits fest besiegelte historische Vereinbarungen mit den finanziellen Schwergewichten der Region: Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Doch damit nicht genug. Auch mit Jordanien und Kuwait arbeitet Kiew laut Selenskyj bereits eng zusammen. Das Nachrichtenportal cash.ch ergänzt, dass aus Bahrain sowie dem Oman sogar schon weitere offizielle Anfragen auf dem Tisch liegen.

Doch man fragt sich unweigerlich: Was genau haben die Ukrainer den reichen Golfstaaten überhaupt zu bieten? Die Antwort liegt direkt auf dem Schlachtfeld.

Drohnen-Wissen als neuer Exportschlager

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen russische Angriffe. In dieser harten Zeit hat das Militär ein enormes und vor allem praxiserprobtes Wissen über Drohnenabwehr und moderne Kriegstaktik aufgebaut. Genau dieses Wissen ist im Nahen Osten jetzt Gold wert. Seit dem Ausbruch des Iran-Krieges vor gut einem Monat suchen die Golfstaaten händeringend nach funktionierenden Abwehrsystemen gegen iranische Drohnen.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, bietet Kiew nun genau diese gefragte Expertise an. Selenskyj exportiert ukrainisches Verteidigungs-Know-how, die Fähigkeiten seiner kampferprobten Soldaten und bewährte Abwehrsysteme. Im Gegenzug erwartet er handfeste Unterstützung im Bereich der eigenen Sicherheit, eine massive Stärkung der Flugabwehr und gemeinsame Projekte in der Rüstungsproduktion. Auch der lukrative Bereich Energie spielt bei den Deals eine zentrale Rolle. Bereits am Freitag wurde eine entsprechende Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien offiziell gemacht.

Treffen mit dem König

Die weitreichende Reise führte den Präsidenten auch nach Jordanien. Dort traf er König Abdullah, um eine gemeinsame Sicherheitspartnerschaft auf die Beine zu stellen. Ohne ein einheitliches Abwehrsystem sei es schlicht unmöglich, Menschen und kritische Infrastruktur umfassend zu schützen, betonte Selenskyj.

Wir sehen am Ende des Tages ganz deutlich: Die Ukraine sucht und findet neue Wege, um ihre eigene Verteidigung zu stärken und auf dem internationalen Parkett unverzichtbar zu bleiben. Ein kluger Deal, von dem beide Seiten in diesen unsicheren Zeiten massiv profitieren wollen.

Quelle: exxpress.at, Handelsblatt, cash.ch, Süddeutsche Zeitung

Credits: APA

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