Wien, 17. März 2026. Wer kaufen will, zahlt 2025 mehr als je zuvor – aber je nach Bundesland existieren Welten zwischen den Preisen. Die Plattform ImmoScout24 hat die Zahlen ausgewertet und das Ergebnis ist eindeutig: Wer günstig wohnen will, muss in den Osten oder Südosten.
Österreichweit 6.040 Euro pro Quadratmeter
Wie ImmoScout24 in einer aktuellen Datenanalyse mitteilt, lag der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen in Österreich im Jahr 2025 bei 6.040 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg von knapp 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die Auswertung wurden laut ImmoScout24 193.659 Datenpunkte aus den vergangenen zwei Jahren herangezogen, berechnet nach dem Median. Gleichzeitig – und das ist bemerkenswert – stieg die Nachfrage nach Eigentumswohnungen um satte 17 Prozent.
Tirol und Vorarlberg führen das Ranking an
Das teuerste Bundesland bleibt Tirol: Wie ImmoScout24 berichtet, verlangten Verkäufer dort im Schnitt 7.043 Euro pro Quadratmeter. Knapp dahinter liegt Vorarlberg mit 6.901 Euro. Beide Westbundesländer verzeichneten mit jeweils rund 2 Prozent vergleichsweise moderate Preissteigerungen. Salzburg folgt mit 6.342 Euro und einem Plus von 3 Prozent.
Wien liegt mit 6.636 Euro pro Quadratmeter ebenfalls im Hochpreissegment – die Bundeshauptstadt verzeichnete jedoch die geringste Steigerungsrate aller teuren Bundesländer mit nur 1 Prozent.
Steiermark ist günstigstes Bundesland – Burgenland explodiert
Das günstigste Pflaster für Eigentümer ist 2025 die Steiermark: ImmoScout24 zufolge blieben die Angebotspreise dort mit 4.331 Euro pro Quadratmeter nahezu stabil. Dahinter folgen Niederösterreich (4.673 Euro, +3 Prozent) und Oberösterreich (4.721 Euro, +5 Prozent).
Die größte Überraschung liefert das Burgenland: Wie ImmoScout24 berichtet, stiegen die Angebotspreise dort um 33 Prozent auf 5.198 Euro pro Quadratmeter. Als Grund nennt Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24, die hohe Zahl an neu fertiggestellten Wohnungen, die mit ihren höheren Neubaupreisen den Durchschnittswert nach oben zogen. Trotz des Sprungs liegt das Burgenland damit noch unter dem Bundesschnitt.
Nachfrage und Preise laufen auseinander
Interessant ist, dass hohe Nachfrage und hohe Preise nicht immer Hand in Hand gehen. Wie ImmoScout24 weiter berichtet, legten die Interessentenzahlen in Wien und der Steiermark um jeweils 21 Prozent zu – obwohl Wien zu den teuersten Bundesländern zählt und die Steiermark zu den günstigsten. In Vorarlberg stieg die Nachfrage um 20 Prozent, in Tirol um 18 Prozent. Im Burgenland hingegen, wo die Preise am stärksten zulegten, sank die Nachfrage um 8 Prozent – ein klares Signal, dass gestiegene Preisvorstellungen der Verkäufer das Interesse der Käufer dämpfen.
Trendwende am Immobilienmarkt
Der Aufwärtstrend ist kein Ausreißer. Wie die Wirtschaftsanalysten von Raiffeisen Research einschätzen, hat die Phase der Wohnungspreiskonsolidierung seit 2025 ihr Ende gefunden. Wohnbaukredite an private Haushalte stiegen 2025 laut Analysen um 47 Prozent auf 16,69 Milliarden Euro. Für 2026 werden laut Raiffeisen moderate einstellige Preiszuwächse quer durch Österreich erwartet – der Markt hat wieder Fahrt aufgenommen.
Quellen:
- ImmoScout24, Datenanalyse Eigentumswohnungen Österreich 2025 (Pressemitteilung, März 2026): immobilienscout24.at
- ImmoScout24, Datenanalyse Eigentumswohnungen Österreich Halbjahr 2025: immobilienscout24.at/wissen/verkaufen/kaufpreise-oesterreich-2025.html
- oe24.at/businesslive, „Hier sind Wohnungen am teuersten und hier am billigsten“, 17. März 2026: oe24.at
- infina.at, „Immobilienpreise in Österreich: Entwicklung und Prognose“, 2026: infina.at
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