Die Diskussion rund um die geplanten Änderungen in der Badesiedlung von St. Andrä-Wördern entwickelt sich zunehmend zu einer politischen Auseinandersetzung. Vor einer Gemeinderatssitzung kam es zu kleineren Kundgebungen von Anrainern sowie Teilen des politisch grünen Umfelds, die sich gegen bestimmte Raumordnungs- und Bebauungsmaßnahmen aussprechen. Bemerkenswert dabei: Genau jener Bereich wurde in den vergangenen Jahren von den Grünen und Ihrer Ex-Vizebürgermeisterin Fischer politisch mitverantwortet.
Mehrere Bürger haben sich laut Medienberichten mit Petitionen und Demonstrationen zu Wort gemeldet. Das ist ihr demokratisches Recht. Kritiker der Protestbewegung sehen hinter den aktuellen Aktivitäten jedoch mehr als reine Bürgerbeteiligung. Sie vermuten, dass die Kundgebungen auch dazu dienen könnten, den politischen Einfluss der ehemaligen Grünen Vizebürgermeisterin Fischer in der Gemeindepolitik wieder zu stärken. Wördern hat diese Rechnung bereits einmal bezahlt – eine Rückkehr zu jener Grünen Schuldenpolitik dürfte für viele Bürger keine Option mehr sein!
Aus Sicht dieser Kritiker haben die Wähler bei der vergangenen Gemeinderatswahl eine klare politische Entscheidung getroffen. Die derzeitige Rathauskoalition sollte daher die Möglichkeit erhalten, ihre Vorhaben umzusetzen und die Verantwortung für die weitere Entwicklung der Gemeinde zu übernehmen.
Gleichzeitig wird gefordert, die Projekte, Entscheidungen und Vergaben der vergangenen Jahre unter der grünen Ex-Vizebürgermeisterin Fischer einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Dazu zählen Infrastrukturmaßnahmen ebenso wie politische und strategische Weichenstellungen, die bereits während der Amtszeit der früheren Gemeindeführung kontrovers diskutiert wurden. Eine sachliche Aufarbeitung könnte dazu beitragen, politische Verantwortung nachvollziehbar zu machen und Erkenntnisse für zukünftige Entscheidungen zu gewinnen.
Fest steht: Die Debatte um die Badesiedlung ist längst mehr als eine Diskussion über Bau- und Raumordnungsfragen. Sie ist zu einem politischen Gradmesser geworden. Ob die aktuellen Proteste tatsächlich zu Änderungen führen oder in erster Linie der politischen Positionierung für zukünftige Wahlen dienen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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