Vom 12. bis 16. Mai 2026 wird Wien zur Bühne des Eurovision Song Contests – doch die Vorfreude wird von massiven Sicherheitsbedenken überschattet. Während die Wiener Stadthalle sich in eine glitzernde ESC-Arena verwandelt, laufen hinter den Kulissen die Sicherheitsvorkehrungen auf Hochtouren. Pro-Palästina-Demos, Terrorwarnungen und strenge Kontrollen – wird der ESC zum Hochsicherheits-Event?
Polizei und ORF rüsten auf
Wie der ORF gegenüber oe24 bestätigt, wird die Wiener Stadthalle in verschiedene Sicherheitszonen unterteilt. Vom Delegationsbereich bis zum Backstage-Bereich gilt „Flughafensicherheit“. Nur wer eine Akkreditierung hat, darf hinein. Für die Zuschauer gibt es eine strikte „No Bag Policy“ – Taschen und Handtaschen sind tabu. „Die Sicherheit hat oberste Priorität“, betont der ORF.
Auch die Polizei fährt schwere Geschütze auf: Spezialeinheiten wie die EK Cobra, Cyberabwehr-Teams und Sprengstoff-Spürhunde sollen für Sicherheit sorgen. Das Innenministerium warnt vor möglichen gewaltsamen Demonstrationen, wie sie zuletzt im 8. Bezirk stattfanden. „Wir bereiten eine umfassende Schutzstrategie vor“, so ein Sprecher.
Terrorwarnstufe und Hamas-Fund sorgen für Nervosität
Die Bedrohungslage ist ernst: Österreich befindet sich auf der zweithöchsten Terrorwarnstufe. Erst kürzlich wurde in Wien ein Waffenlager der Hamas entdeckt. Laut Innenministerium sucht die Terrororganisation in Wien vor allem Finanziers, doch der Fund erhöht die Wachsamkeit. „Solche Szenarien dürfen wir nicht unterschätzen“, heißt es.
ESC-Fans zwischen Vorfreude und Sorge
Während die Sicherheitskräfte alles tun, um das Event zu schützen, fragen sich viele Fans: Kann man den ESC noch unbeschwert genießen? Die Antwort bleibt offen. Klar ist jedoch, dass Wien in den kommenden Monaten zur Sicherheitsfestung wird – und der ESC 2026 nicht nur musikalisch, sondern auch organisatorisch in die Geschichte eingehen könnte.
Credits: APA
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