„Ein überfordertes Jugendhilfesystem – und die rot-pinke Stadtregierung setzt auf Wegsperren statt wirksame Hilfe“, argumentierte Judith Pühringer, die Spitzenkandidatin der Wiener Grünen. Nur zehn Tage vor dem Wahlsonntag positionierte die Grüne ihre Partei gegen eine Zwangsanhaltung junger Krimineller – alle anderen Parteien sehen das anders, selbst der Wiener Bürgermeister will eine Änderung und Maßnahmen. So sagte Michael Ludwig (SPÖ) in einem Interview mit dem Standard: „Wir müssen deutlich machen: Ein strafrechtliches Verhalten ist auch bei Kindern nicht akzeptabel.“
Anhaltung junger Intensivtäter sei „Verstoß gegen Kinderrechte“
Die Wiener Grünen sehen darin aber einen „klaren Verstoß gegen Kinderrechte“, das Vorgehen sei „brandgefährlich, unpädagogisch“.
Während die Wiener Grünen nun dafür kämpfen, dass die 12- bis 16-jährigen Serien-Verbrecher weiter in Freiheit ungehindert ihre Straftaten fortsetzen können und damit auch noch vor den frustrierten Polizisten prahlen, explodieren die Verbrechenszahlen dieser Tätergruppe: Die Zahl der Anzeigen mit Tatverdächtigen im Alter von zehn bis 14 Jahren hat sich in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt. 2024 gab es 12.049 entsprechende Anzeigen gegen Unmündige.
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