Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben die Wiener Börse fest im Griff. Am Dienstag erlebte der Leitindex ATX einen deutlichen Einbruch und verlor im Tagesverlauf rund 4,1 Prozent. Auch der breiter gefasste ATX Prime geriet massiv unter Druck. Die Ursache: Die Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran, den USA und Israel.
Trump: „Zu spät für Verhandlungen“
US-Präsident Donald Trump machte auf seiner Plattform Truth Social klar, dass Gespräche mit dem Iran nicht mehr infrage kämen. „Es ist zu spät“, schrieb er. Gleichzeitig drohten die iranischen Revolutionsgarden mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA und Israel. Europäische Staaten wurden gewarnt, sich militärisch einzumischen.
Energiekrise verschärft die Lage
Besonders brisant: Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Transportwege für Öl und Gas weltweit. Die Angst vor massiven Störungen im globalen Energiehandel ließ die Märkte weltweit zittern.
Verluste bei Industrie- und Technologiewerten
Die Verkaufswelle traf zahlreiche österreichische Unternehmen hart. Der Luftfahrtzulieferer FACC verlor über zwölf Prozent, der Stahlkonzern voestalpine rund 7,7 Prozent. Auch der Aluminiumproduzent AMAG und der Technologiewert AT&S mussten deutliche Einbußen hinnehmen. Selbst Energiewerte wie EVN und Verbund blieben nicht verschont.
Hoffnung auf Stabilisierung
Am Mittwoch zeigte sich eine leichte Erholung. Der ATX legte um knapp ein Prozent zu, und auch der ATX Prime notierte wieder leicht im Plus. Marktbeobachter hoffen, dass internationale Militärkräfte die Sicherheit der Tankerrouten in der Straße von Hormus gewährleisten können.
Quellen: exxpress.at, Truth Social
Credits: Thomas Ledl – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 / Wikipedia
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