Erste vorsichtige Entwarnung im Fall des Buckelwals Timmy: Der Peilsender, den das Rettungsteam dem Wal vor der Freilassung angebracht hatte, überträgt Daten. Wo genau sich Timmy aufhält, ist aber nach wie vor unbekannt.
Freilassung mit Streit — Tierärzte waren dagegen
Am Freitag wurde der Buckelwal gegen 9 Uhr rund 70 Kilometer nördlich von Skagen an der dänischen Küste aus dem Lastkahn freigelassen, auf dem er transportiert worden war. Die Freilassung verlief jedoch nicht ohne Konflikt: Wie oe24 berichtet, soll der Kapitän des Schiffes auf eigene Faust den Befehl zur Freilassung gegeben haben — zum Ärger der begleitenden Tierärzte, die Timmy lieber noch einige Kilometer weiter in Richtung Atlantik transportiert hätten. Nach der Freilassung schwamm der Wal in die Nordsee, tauchte mehrfach auf und pustete Fontänen in die Luft.
Peilsender funktioniert — aber kein GPS
Der Tracker, den das Rettungsteam Timmy angebracht hat, sendet laut Bild unter Berufung auf die Rettungsinitiative rund um die Uhr Signale. Der Haken dabei: Das GPS-Modul ist defekt. Der genaue Aufenthaltsort des Wals ist damit weiterhin unbekannt. Was der Sender aber liefert, ist wertvoll: Jedes Mal, wenn Timmy auftaucht und der Tracker an der Luft ist, übermittelt er die Vitalwerte des Tiers an das Team rund um Retterin Karin Walter-Mommert.
Vitalwerte gut — zwei kritische Wochen stehen bevor
Die 62-jährige Unternehmerin, die die kostspielige Rettungsaktion maßgeblich finanziert hat, zeigte sich vorsichtig optimistisch. Laut den vorliegenden Daten seien alle Werte „im grünen Bereich“, wie Bild Walter-Mommert zitiert: „Wenn das die nächsten 14 Tage so weitergeht, sind wir glücklich.“ Die kommenden zwei Wochen gelten für den geschwächten Wal als kritische Phase. Übersteht Timmy sie, hätte er nach Einschätzung des Teams sehr gute Überlebenschancen — endgültig gerettet wäre er damit aber noch nicht.
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