Die Welt atmet auf: Kurz vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump haben sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Doch hinter den Kulissen brodelt es weiter. Experten und Beobachter zweifeln an der Nachhaltigkeit des Abkommens.
Vermittlung durch Pakistan
Wie die Tagesschau berichtet, kam die Einigung in letzter Minute zustande – maßgeblich vermittelt durch den pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Dieser überzeugte Trump, von seinen Drohungen gegen iranische Energieanlagen abzusehen, wenn Teheran die Straße von Hormuz öffnet. Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas weltweit.
Ultimatum und Drohungen
Trump hatte zuvor ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt. Er drohte, iranische Kraftwerke und Infrastruktur zu „vernichten“, sollte der Iran die Straße nicht vollständig öffnen. Teheran reagierte mit scharfen Warnungen: Jede Attacke auf iranische Anlagen würde Vergeltungsschläge gegen US- und israelische Ziele nach sich ziehen.
Ein Deal mit Haken
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi erklärte, dass der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz unter bestimmten Bedingungen wieder aufgenommen werde. Doch der sogenannte Zehn-Punkte-Plan des Iran, der als Grundlage für weitere Verhandlungen dient, enthält Forderungen, die für die USA schwer akzeptabel sind. Dazu zählen die Aufhebung aller Sanktionen und das Recht auf Urananreicherung.
Zweifel an Trumps Strategie
Sicherheitsexperte Nico Lange äußerte im Podcast „Ronzheimer“, dass Trump vor allem einen Ausweg aus seinem selbst geschaffenen Ultimatum suchte. Der Iran hingegen erklärte sich zum Sieger dieser Verhandlungsrunde, da die Kontrolle über die Straße von Hormuz weiterhin in iranischer Hand bleibt, wie der Tagesanzeiger analysiert.
Was kommt nach den zwei Wochen?
Die Waffenruhe ist ein fragiler Kompromiss. Menschenrechtsgruppen berichten von Tausenden Toten seit Beginn des Konflikts, darunter viele Zivilisten. Während Trump die Einigung als „totalen und vollständigen Sieg“ feiert, bleibt unklar, ob die Verhandlungen zu einem dauerhaften Frieden führen können.
Quellen: oe24, Tagesschau, Politico, Tagesanzeiger
Credits: APA
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