Zwei Wochen Durchatmen für die Weltwirtschaft und den Nahen Osten. Die USA und der Iran haben sich auf eine vorläufige Waffenruhe geeinigt. Nach wochenlangen Kämpfen schweigen nun vorerst die Waffen. Doch der Weg zu diesem Deal war alles andere als sanft, und hinter den Kulissen ziehen völlig neue Akteure die Fäden. Auch Österreich will bei der Suche nach einem dauerhaften Frieden ein gewichtiges Wort mitreden.
Trumps knallharte Ansage bringt den Deal
Die Einigung kam quasi in letzter Minute. Wie der US-Sender CNN berichtet, feiert US-Präsident Donald Trump den Deal als großen Sieg. Zuvor hatte er dem Iran noch schonungslos gedroht. Trump warnte laut BBC, dass eine „ganze Zivilisation sterben“ werde, falls der Iran nicht einlenkt. Diese drastischen Worte zeigten offenbar Wirkung.
Ein zentraler Punkt der Einigung: Die Straße von Hormus wird wieder für den Schiffsverkehr geöffnet. Das ist die wichtigste Route für den weltweiten Ölhandel. Der Iran hat zugesichert, die Durchfahrt für die kommenden zwei Wochen zu erlauben. Trump kündigte zudem an, dass die USA gemeinsam mit dem Iran vergrabenes Uran aufspüren und aus dem Land schaffen wollen.
Österreich mischt mit: „Verschnaufpause“ für die Welt
Auch in Österreich atmet man auf. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) lobt den Deal als wichtigen Schritt zur Deeskalation. Wie das Portal exxpress.at schreibt, sieht er nun das Fenster für echte Diplomatie geöffnet.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) weilt derzeit in Saudi-Arabien und erlebt die angespannte Lage hautnah mit. Gegenüber oe24 sprach sie von einer dringend nötigen „Verschnaufpause“. Die Ministerin macht klar, dass dieser Konflikt auch uns direkt trifft – an der Zapfsäule, bei den Preisen im Supermarkt und bei unserer Sicherheit. Österreich bringt sich nun aktiv als Friedensvermittler ins Spiel. Wien steht als neutraler Verhandlungsort jederzeit bereit.
Hält der Frieden? Neue Angriffe sorgen für Angst
Doch die Freude über die Waffenruhe hat bereits erste Risse. Wie zahlreiche Medien melden, kam es trotz der Einigung zu neuen Drohnenangriffen. Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate berichten von massiven Schäden an Öl- und Wasseranlagen durch iranische Drohnen.
Zudem geht der Krieg im Libanon unvermindert weiter. Israel stellte laut BBC sofort klar, dass die Waffenruhe mit dem Iran nicht für den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon gilt. Die israelische Armee flog daraufhin die schwersten Luftangriffe auf Beirut seit Beginn des Konflikts. Die Welt blickt nun gespannt auf die kommenden zwei Wochen. Die Uhr tickt, und die Diplomaten müssen beweisen, ob aus dieser kurzen Pause ein echter Frieden werden kann.
Quellen: CNN, BBC, oe24.at, exxpress.at, IPG Journal
Credits: APA
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