In Wien sitzt das Steuergeld offenbar locker, wenn es um aufwendige Kampagnen geht. Während die Bürger mit immer neuen Gebühren und Abgaben belastet werden, gibt die Stadtregierung im ersten Halbjahr 2025 fast 11,5 Millionen Euro für eine Reihe von Werbeinitiativen aus. Diese enorme Summe wirft die Frage auf, ob die Prioritäten im Rathaus noch stimmen.
Fast 11,5 Millionen Euro in nur sechs Monaten
Wie exxpress.at berichtet, belaufen sich die Gesamtausgaben für Kampagnen der Stadt Wien im ersten Halbjahr 2025 auf exakt 11.499.149,19 Euro. Ein Blick auf die Postenliste zeigt, wofür das Geld der Steuerzahler im Detail verwendet wurde. An der Spitze der Ausgaben steht die „Wien Wahl 2025“ mit stolzen 3,79 Millionen Euro. Dahinter folgt eine Kampagne zur Positionierung der Stadt Wien als Arbeitgeber mit rund 1,68 Millionen Euro.

Doch auch für andere Bereiche griff die Stadt tief in die Tasche. So kostete die Frauenwoche 2025 die Steuerzahler knapp 880.000 Euro, während der beliebte Eistraum mit rund 789.000 Euro zu Buche schlug. Auch die Suche nach Pflegeeltern wurde mit fast 760.000 Euro beworben.
Umstrittene Ausgaben sorgen für Kopfschütteln
Besonders für Diskussionen sorgen jedoch Kampagnen, deren Notwendigkeit von vielen Bürgern infrage gestellt wird. Laut dem Bericht von exxpress.at flossen fast 700.000 Euro in sogenannte „LGBTIQ-Kampagnen“. Weitere 142.000 Euro gab die Stadt aus, um vor den Risiken von Schönheitseingriffen zu warnen.
Angesichts dieser Summen macht sich im Netz Unmut breit. Kritiker werfen der Stadt vor, das Geld der Bürger für fragwürdige Zwecke auszugeben, während an anderer Stelle gespart oder die Gebührenschraube angezogen wird. Wie exxpress.at zitiert, schreibt ein Nutzer auf der Plattform X: „Für unsere Hunde sollen wir künftig mehr bezahlen, aber ihr erklärt für horrende Summen, was die Risiken bei Schönheits-Operationen sind? Ich glaub, ich spinn…“
Credits: APA
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