Vor Putin-Gipfel: Trump glaubt nicht mehr an Sieg der Ukraine

Vor Putin-Gipfel: Trump glaubt nicht mehr an Sieg der Ukraine

Die USA und Russland steuern auf ein zweites Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin zu. Im Zentrum der heiklen Gespräche steht der Krieg in der Ukraine. Doch kurz vor dem mit Spannung erwarteten Treffen in Budapest lässt Trump mit einer Aussage aufhorchen: Er scheint den Glauben an einen Sieg der Ukraine verloren zu haben.

Kehrtwende nach Putin-Anruf?

Wie das Portal oe24.at berichtet, scheint Trump von seiner früheren, zuversichtlicheren Haltung abgerückt zu sein. Noch vor rund einem Monat deutete er an, die Ukraine könne mit Unterstützung der EU die von Russland besetzten Gebiete zurückerobern. Nun klingt das ganz anders. „Ich glaube nicht, dass sie werden“, sagte Trump in Washington auf die Frage, ob die Ukraine den Krieg gewinnen könne. Er fügte hinzu:

„Ich habe nie gesagt, sie würden gewinnen, ich sagte, sie könnten gewinnen.“

Diese plötzliche Kehrtwende sorgt für Spekulationen. Auslöser war offenbar ein Telefonat mit Kremlchef Putin in der vergangenen Woche. Unmittelbar danach kündigte Trump das zweite Gipfeltreffen an und schlug vor, für ein Ende der Kämpfe den aktuellen Frontverlauf einzufrieren. Damit erhöht er, ähnlich wie schon nach dem ersten Gipfel in Alaska, den Druck auf Kiew, russischen Gebietsforderungen nachzugeben.

Budapest als umstrittener Treffpunkt

Die Vorbereitungen für das Gipfeltreffen laufen auf Hochtouren. Laut Berichten telefonierten US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow, um die Begegnung in der ungarischen Hauptstadt zu organisieren. Doch die Wahl des Ortes ist brisant. In vielen EU- und NATO-Staaten wird Budapest wegen der offensichtlichen Nähe des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zu Putin kritisch gesehen und nicht als neutraler Boden betrachtet.

Kiew kämpft an zwei Fronten

Während die Diplomatie hinter den Kulissen auf Hochtouren läuft, kämpft die Ukraine weiter. Präsident Wolodymyr Selenskyj erhielt von Washington eine Abfuhr bezüglich seiner Forderung nach Tomahawk-Marschflugkörpern. Nun konzentriert er sich darauf, Patriot-Flugabwehrsysteme aus den USA zu kaufen, um sein Land zu schützen.

„Das ist keine einfache Aufgabe, aber es ist eine der Sicherheitsgarantien für die Ukraine“, so Selenskyj in Kiew.

Gleichzeitig spitzt sich die Lage an der Front dramatisch zu. Ukrainische Militärblogger melden, dass russische Truppen weiter in das Zentrum der strategisch wichtigen Stadt Kupjansk im Osten des Landes vorrücken. Die Kämpfe am Boden sind unvermindert hart, und die Ukraine steht unter massivem Druck – nicht nur militärisch, sondern nun auch politisch.

Credits: APA

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