Vom Oktoberfest in den Psycho-Knast: Harter Absturz für Teichtmeister

Vom Oktoberfest in den Psycho-Knast: Harter Absturz für Teichtmeister

Für den ehemaligen Burgschauspieler Florian Teichtmeister ist die Party endgültig vorbei. Statt Champagner und Kokain auf dem Oktoberfest heißt es nun Frittatensuppe und strenger Tagesablauf in der Justizanstalt. Nach einem Drogenexzess in München klickten für den verurteilten Schauspieler die Handschellen. Er wurde wegen Verstoßes gegen seine gerichtlichen Auflagen festgenommen und wartet nun in einer forensisch-therapeutischen Abteilung auf sein weiteres Schicksal.

Festnahme nach Kokain-Exzess

Der Absturz kam schnell und unerwartet. Am 27. September wurde Teichtmeister auf dem Münchner Oktoberfest von der Polizei auf frischer Tat beim Besitz und Konsum von Kokain erwischt, wie aus der Festnahmeanordnung hervorgeht. Nur wenige Tage später, am 1. Oktober, erließ das Wiener Landesgericht eine Festnahmeanordnung. Die Sprecherin des Gerichts, Christina Salzborn, bestätigte gegenüber oe24 die Festnahme am Wochenende. Damit endete die Bewährung für Teichtmeister, der im September 2023 wegen des Besitzes und der Herstellung von Missbrauchsdarstellungen von Kindern und Jugendlichen zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt worden war. Teil der strengen Auflagen war ein absolutes Suchtmittelverbot.

Knast-Alltag statt Bühnen-Glamour

Derzeit befindet sich Teichtmeister, wie sein Anwalt Dr. Rudolf Mayer gegenüber oe24 erklärte, in der Justizanstalt Wien-Josefstadt auf dem Weg ins forensisch-therapeutische Zentrum Wien-Mittersteig. Im sogenannten „Psycho-Knast“ erwartet ihn ein harter Alltag. Tagwache ist bereits um 6 Uhr morgens. Wie Justizinsider berichten, ist die Kost einfach: Oft gibt es leichte Speisen wie Frittatensuppe. Für Teichtmeister gilt eine strenge 24-Stunden-Überwachung, bei der sein Verhalten genauestens beobachtet wird. Der Kontakt zu seinem Anwalt war zunächst eingeschränkt. „Ich habe ihn noch nicht gesehen. Am Donnerstag dann“, sagte Mayer zu oe24.

Wie geht es weiter?

Ob Teichtmeister langfristig in der Anstalt bleiben muss, ist noch unklar. Die Festnahme ist laut seinem Anwalt zunächst eine vorläufige Maßnahme, die bis zu vier Wochen dauern kann. Ein bereits bestellter psychiatrischer Sachverständiger soll nun klären, wie schwerwiegend der Rückfall in die Drogensucht ist. In der Festnahmeanordnung heißt es dazu: „Der nunmehrige Rückfall in den Kokainkonsum (…) lässt befürchten, dass der Betroffene wieder diesem Suchtgift verfallen ist“. Das Gutachten wird entscheidend dafür sein, ob die bedingte Einweisung in eine unbefristete umgewandelt wird. Erst nach Anhörung aller Beteiligten und der Abklärung des Ausmaßes des Drogenkonsums wird über das weitere Vorgehen entschieden.

Credits: APA

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