Vom Ministeramt direkt an die Spitze der Nationalbank: Ex-Minister kassiert ab

Vom Ministeramt direkt an die Spitze der Nationalbank: Ex-Minister kassiert ab

Martin Kocher, ehemaliger Wirtschaftsminister der ÖVP, hat es geschafft: Ab Montag übernimmt er die Leitung der Österreichischen Nationalbank (OeNB). Doch nicht nur der prestigeträchtige Posten sorgt für Schlagzeilen, sondern vor allem das Gehalt, das Kocher in seiner neuen Rolle erwartet. Kritiker bemängeln zudem, dass es keine Abkühlphase zwischen seinem Ministeramt und der neuen Position gibt. Kocher selbst sieht darin kein Problem: „Zwischen dem Ministeramt und dem Posten als Gouverneur gibt es keine Unvereinbarkeit“, erklärte er laut oe24.at.

Traumjob mit Traumgehalt

Kocher hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass die Leitung der Nationalbank sein absoluter Wunschjob ist. Und dieser Wunsch wird nicht nur mit Verantwortung, sondern auch mit einem beeindruckenden Gehalt belohnt. Laut oe24.at verdienen OeNB-Mitarbeiter im Schnitt 101.000 Euro jährlich, während die Mitglieder des Direktoriums 2022 durchschnittlich 312.000 Euro erhielten. Doch als Gouverneur setzt Kocher noch einen drauf: Laut Geschäftsbericht der OeNB beträgt das Jahresgehalt des Gouverneurs 379.000 Euro.

Mehr als der Kanzler – und fast so viel wie der Bundespräsident

Mit diesem Gehalt übertrifft Kocher nicht nur sein bisheriges Ministergehalt von 280.000 Euro, sondern auch das Einkommen des Bundeskanzlers, der auf 350.000 Euro jährlich kommt. Nur Bundespräsident Alexander Van der Bellen verdient mit rund 390.000 Euro noch ein wenig mehr – aber der Unterschied ist marginal, wie oe24.at berichtet.

Credits: APA

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