Die Angst geht um in den österreichischen Ställen! Nachdem das gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 erneut zugeschlagen hat, greift das Gesundheitsministerium nun rigoros durch. Ab Donnerstag heißt es für Geflügel in Risikogebieten: Ab in den Stall und Türen zu!
Neuer Ausbruch schockt Oberösterreich
Der Auslöser für die drastischen Maßnahmen ist ein neuer, besorgniserregender Vorfall in Oberösterreich. Wie das Land Oberösterreich in einer Aussendung mitteilte, hat es einen Geflügelbetrieb im Bezirk Steyr schwer getroffen. Rund 700 bis 800 Gänse sind betroffen – die Zahlen variieren je nach Angabe des Ministeriums oder der Landesbehörden. Besonders tragisch: Etliche Tiere sind bereits qualvoll verendet. Für den Rest des Bestandes gibt es keine Rettung mehr; das Geflügel wird auf behördliche Anordnung getötet, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.
Der betroffene Hof liegt in unmittelbarer Nähe zur Enns. Genau dort wurden in den letzten Wochen bereits vereinzelt Wildvögel positiv auf das Virus getestet, wie oe24.at berichtet. Es ist ein Kampf gegen einen unsichtbaren Feind, der nun auch die Existenzgrundlage der Landwirte bedroht.
Ganz Österreich ist Risikogebiet
Die Behörden fackeln nicht lange. Wie aus einer Aussendung des Gesundheitsministeriums hervorgeht, gilt bereits seit dem 3. November das gesamte Bundesgebiet als „Gebiet mit erhöhtem Risiko“. Doch nun werden die Zügel noch straffer gezogen. In Gebieten mit „stark erhöhtem Risiko“ müssen Vögel ab sofort dauerhaft in Stallungen bleiben. Zumindest müssen sie in Vorrichtungen gehalten werden, die oben dicht abgedeckt sind, um jeden Kontakt zu Wildvögeln zu verhindern.
Rund um den Seuchenherd in Steyr wurden sofort Sicherheitszonen hochgezogen. Eine Schutzzone von drei Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern sollen das Virus eindämmen. Das bedeutet für die betroffenen Betriebe: Totale Abschottung, Desinfektionsschleusen und strengste Kontrollen für mindestens 21 Tage.
Auch Hobby-Halter müssen aufpassen
Die Gefahr macht auch vor kleinen Höfen nicht Halt. Selbst Kleinbetriebe und Hobbyhaltungen werden dringend dazu aufgerufen, ihre Tiere in geschlossenen Vorrichtungen unterzubringen. Wer weniger als 50 Tiere hält und keine Ställe hat, muss sich dennoch strikt an die Sicherheitsvorgaben halten: Keine Fütterung im Freien und kein Tränken mit Wasser, an das auch Wildvögel herankommen könnten. Die Botschaft ist klar: Der Kontakt zu Wildvögeln und deren Hinterlassenschaften muss um jeden Preis vermieden werden, wie das Gesundheitsministerium betont.
Quellen: oe24.at, Gesundheitsministerium, Land Oberösterreich
Credits: APA
Neueste Kommentare