Die USA haben einen überarbeiteten Friedensplan für die Ukraine vorgestellt, der laut dem ukrainischen Sicherheitsratschef Rustem Umerow viele der zentralen Forderungen Kiews berücksichtigt. „Die aktuelle Fassung spiegelt die meisten unserer Prioritäten wider“, erklärte Umerow. Doch was steckt hinter diesem Plan, und wie stehen die Chancen auf Frieden?
Fortschritte in Genf: Ein Hoffnungsschimmer?
US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich optimistisch: „Wir haben enorme Fortschritte erzielt.“ In Genf trafen sich Vertreter der USA, der Ukraine und europäischer Staaten, um über den Plan zu beraten. Rubio betonte, dass die verbleibenden Differenzen nicht unüberwindbar seien. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte die Bemühungen der USA und dankte Präsident Donald Trump persönlich für dessen Einsatz.
Ein Plan mit Haken: Die Kritikpunkte
Der ursprüngliche 28-Punkte-Plan der USA sorgte für Aufregung. Er sah unter anderem vor, dass die Ukraine große Gebiete im Osten an Russland abtritt, ihre Truppenstärke begrenzt und auf einen NATO-Beitritt verzichtet. Diese Forderungen stießen sowohl in Kiew als auch bei den europäischen Partnern auf scharfe Kritik. Deutschland, Frankreich und Großbritannien legten einen Gegenvorschlag vor, der die ukrainische Armee auf 800.000 Soldaten begrenzen und Verhandlungen entlang der aktuellen Frontlinie starten will.
Sicherheitsgarantien und Milliardenfonds
Ein zentraler Punkt des US-Plans ist die Sicherheitsgarantie für die Ukraine, die sich an Artikel 5 der NATO anlehnt. Zudem sollen eingefrorene russische Vermögenswerte in einen Wiederaufbaufonds fließen, wobei die USA die Hälfte der Gewinne erhalten würden. Die Europäer fordern hingegen, dass diese Gelder erst nach einer Entschädigung durch Russland freigegeben werden.
Einigung in Sicht?
Rubio kündigte an, dass der Plan weiter überarbeitet wird, um die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen. „Wir bewegen uns auf einen gerechten und dauerhaften Frieden zu“, erklärte der ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak. Doch die Zeit drängt: Trump hat ein Ultimatum gesetzt, bis Donnerstag Ergebnisse zu liefern.
Quellen: oe24.at, AFP
Credits: APA
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