„Urin-Andi“ und „Brunzbecken-Babler“: Leo Lugner greift Babler frontal an

„Urin-Andi“ und „Brunzbecken-Babler“: Leo Lugner greift Babler frontal an

FPÖ-Gemeinderat Leo Lugner – bürgerlich Leo Kohlbauer, Schwiegersohn des verstorbenen Bauunternehmers Richard Lugner – hat Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler auf Instagram mit deutlichen Worten attackiert. Der Anlass: die Kombination aus dem Urin-Schwimmbecken bei der Biennale in Venedig und dem krachenden Flop der Babler-Dokumentation.

„Mitarbeiter des Monats“ – aber für die FPÖ

Wie oe24.at berichtet, bezeichnete Lugner in einem Instagram-Video Babler als „Mitarbeiter des Monats“ – allerdings nicht im eigenen Sinne: „Niemand arbeitet so unermüdlich für den Erfolg der FPÖ wie der aktuelle SPÖ-Vizekanzler und Wohnbauminister“, so Lugner. Unter der Gürtellinie wurde der FPÖ-Politiker dann mit zwei Spitznamen, die er Babler verpasste: „Urin-Andi“ und „Brunzbecken-Babler“.

Hintergrund der Anspielungen ist der österreichische Beitrag zur 61. Biennale di Venezia. Wie oe24.at berichtet, eröffnete Babler Anfang Mai persönlich das Kunstprojekt „Seaworld Venice“ der Performancekünstlerin Florentina Holzinger – ein Schwimmbecken, das mit aufbereitetem Urin befüllt wurde. Dafür flossen laut Kulturministerium 600.000 Euro an Fördermitteln. Babler umarmte die Künstlerin bei der Eröffnung öffentlich vor Kameras und posierte unter der installierten Glocke.

Babler-Doku: 900 Zuschauer, 553.000 Euro Steuergeld

Lugner nutzt seinen Angriff auch, um einen weiteren Babler-Misserfolg zu thematisieren. Wie oe24.at berichtet, lockte die mit rund 553.000 Euro an Steuergeld geförderte Dokumentation über Bablers Wahlkampf nicht einmal 900 Zuschauer in die Kinos – ein vernichtender Flop. Lugner kündigte an, den Film im Lugner-Kino zeigen zu wollen – jenem Kino, das seine Frau Jacqueline Lugner leitet.

Babler unter Dauerbeschuss

Für den Vizekanzler kommt der Spott zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die SPÖ liegt in aktuellen Umfragen bei 19 Prozent, Babler selbst kommt in der Kanzlerfrage laut der aktuellen Lazarsfeld-Erhebung für oe24.at auf nur 8 Prozent. Die Biennale-Affäre und der Doku-Flop liefern der Opposition – von der FPÖ bis zu Lugner persönlich – fortlaufend Munition.

Credits: APA

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