Die große Hoffnung der Union und von Bundeskanzler Friedrich Merz (69, CDU) auf einen starken Start in die Regierungszeit ist schnell verflogen. Nach 100 Tagen schwarz-roter Koalition sieht es düster aus: Die Umfragewerte zeigen eine regelrechte Explosion der Unzufriedenheit.
Union fällt unter Wahlergebnis – AfD zieht nach
Wie die „Bild“ berichtet, dümpelt die CDU/CSU aktuell bei mageren 27 Prozent – weniger als bei der Bundestagswahl im Februar, als sie noch 28,6 Prozent erreichte. Das ist ein echtes Warnsignal für Merz und seine Partei. Die AfD hingegen lauert mit 25 Prozent an der zweiten Position. Das zeigt, dass viele Wähler offenbar die Regierungsarbeit skeptisch sehen.
Große Koalition hat keine Mehrheit mehr
Die schwarz-rote Koalition, die einst als „Große Koalition“ galt, hat aktuell gerade mal 42 Prozent Zustimmung – zu wenig für eine stabile Mehrheit im Bundestag, die bei 44 Prozent liegt. Die SPD zeigt sich dabei als echtes Sorgenkind: Sie verharrt unverändert bei kümmerlichen 15 Prozent. Das berichtet die INSA-Umfrage.
60 Prozent der Deutschen sind unzufrieden
Die Stimmung im Land ist klar: 60 Prozent der Befragten zeigen sich unzufrieden mit Bundeskanzler Merz und seiner Regierung – mehr als doppelt so viele wie die 27 Prozent, die zufrieden sind. Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Koalition auf dem Prüfstand steht.
FDP und Wagenknecht-Partei im Aufwind
Auch wenn kleinere Parteien derzeit noch unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen, könnten sie bald an Bedeutung gewinnen. Die FDP legt aktuell zu und erreicht vier Prozent – knapp an der Hürde. Ähnlich sieht es bei der Wagenknecht-Partei BSW aus, die ebenfalls bei vier Prozent liegt und auf ein Comeback hofft. INSA-Chef Hermann Binkert warnt: „Beide Parteien sollte man noch nicht abschreiben.“
Grüne und Linke verlieren leicht
Die Grünen konnten sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verbessern und bleiben bei 11 Prozent. Die Linkspartei verliert sogar einen Prozentpunkt und fällt auf 9 Prozent. Für die Große Koalition bedeutet das, dass sie für eine Mehrheit entweder auf Grüne oder Linke als mögliche Partner angewiesen ist – was die politische Lage weiter verkompliziert.
Credits: APA
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