Unterwegs in den USA während des Shutdowns: Mediendrama größer als Realität?

Unterwegs in den USA während des Shutdowns: Mediendrama größer als Realität?

Während in Washington der Budgetstreit tobt und Medien vom „Stillstand Amerikas“ berichten, zeigt sich vor Ort ein anderes Bild: In Kalifornien, Nevada und Arizona läuft das Leben einfach weiter. Urlauber im Westen der USA berichten: „Shutdown? Davon merkt man hier nichts!“

Nationalparks offen – Eintritt gratis!

Die größte Überraschung: Alle großen Nationalparks blieben offen. Joshua Tree, Yosemite, Grand Canyon – kein geschlossenes Tor, keine Warnschilder.
Im Gegenteil: Obwohl sogar meist Ranger an den Kassenhäuschen standen, mussten Besucher vielerorts gar keinen Eintritt zahlen.

Nur im Death Valley gab es sichtbare Einschränkungen: Nach den Regenfällen der letzten Wochen blieben einige Straßen unpassierbar, da das Personal für Aufräumarbeiten fehlte. Normalerweise wären diese längst erledigt.

Das US-Innenministerium bestätigte, dass Parks grundsätzlich offen bleiben, solange keine akute Gefahr besteht.
Das Motto scheint also zu lauten: „Kein Geld? Dann trotzdem offen!“

Von Chaos keine Spur – weder im Flieger noch am Flughafen

Auch an den Flughäfen kein Anzeichen von Ausnahmezustand. Am internationalen Flughafen von Los Angeles (LAX) lief alles geordnet: Sicherheitskontrollen, Passabfertigung, Gepäck – kein Stillstand. Die US-Sicherheitsbehörde TSA erklärt, dass ihre Mitarbeiter auch während eines Shutdowns weiterarbeiten, da sie als „systemrelevant“ gelten.

Museen, Reservate, Alltag: Alles normal

Sehenswürdigkeiten wie das Getty Center in Los Angeles oder kulturelle Einrichtungen in Indianer-Reservaten blieben geöffnet. Restaurants, Hotels und Mietwagenfirmen arbeiteten wie gewohnt. Einheimische berichten: 

„Vielleicht dauert’s bei Behörden mal ein paar Tage länger, aber sonst läuft das Leben weiter.“

Allerdings gilt: Staatliche Einrichtungen, Ämter oder Besucherzentren könnten geschlossen sein. Das betrifft jedoch kaum den touristischen Alltag.

Medien-Drama größer als in der Realität?

Während CNN und FOX News den „Stillstand Amerikas“ heraufbeschwören, sehen viele Amerikaner das gelassen.

„Für die Welt sieht das schlimmer aus, als es ist“, hört man oft.

Krise? Welche Krise?

Trotz des politischen Stillstands läuft der Alltag in den USA weiter. Touristen genießen spektakuläre Landschaften, Selfies im Grand Canyon und volle Restaurants – vom „Shutdown-Schock“ keine Spur. Zwar könnten einige staatliche Einrichtungen geschlossen sein, doch einer unvergesslichen USA-Reise steht selbst im Shutdown nichts im Wege.

Quelle: doi.gov

Credits: Laura Lenz

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