Unbelehrbar: Verurteilter IS-Bubi (18) soll neuen Anschlag geplant haben

Unbelehrbar: Verurteilter IS-Bubi (18) soll neuen Anschlag geplant haben

Ein Fall aus der Steiermark sorgt für Aufsehen: Ein 18-Jähriger, der bereits 2023 wegen eines geplanten Anschlags auf eine Schule verurteilt wurde, steht nun erneut in den Schlagzeilen. Trotz seiner Bewährungsstrafe soll er von der extremistischen Szene nicht losgekommen sein und sieht sich nun mit neuen, schweren Vorwürfen konfrontiert.

Mitten in der Probezeit zurück im alten Sumpf

Statt seine zweite Chance zu nutzen, soll der junge Mann wieder in alte Muster verfallen sein. Wie unter anderem oe24.at berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Leoben Anklage wegen des Verbrechens der terroristischen Vereinigung erhoben. Der Vorwurf: Der 18-Jährige habe seine dem IS zugewandte Gesinnung während der Probezeit nicht aufgegeben. Im Gegenteil, er soll wieder damit begonnen haben, im Internet und in sozialen Medien radikal-islamistische Inhalte zu konsumieren.

Anleitungen für Bombenbau gesucht

Die Anschuldigungen der Behörden wiegen schwer. Laut einer Aussendung der Staatsanwaltschaft suchte der Jugendliche „nach Informationen zur Herstellung von Bomben und nach Berichten über vorherige terroristische Anschläge gegen westliche Länder, mit dem Ziel, ebenfalls einen derartigen Anschlag im Namen des IS zu verüben“. Dies deutet darauf hin, dass er nicht nur passiv Inhalte konsumierte, sondern sich aktiv auf eine weitere Tat vorbereitet haben könnte.

Wie auch Der Standard berichtet, legt die Staatsanwaltschaft dem jungen Erwachsenen zur Last, konkrete Schritte zur Begehung einer terroristischen Straftat unternommen zu haben. Dadurch habe er sich als Mitglied des IS betätigt und dessen terroristische Aktivitäten mit dem Ziel der Errichtung eines radikal-islamischen Gottesstaates wissentlich gefördert.

Verdächtiger bestreitet alle Vorwürfe

Der 18-Jährige wurde bereits im Juli festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Mit den neuen Beweisen konfrontiert, bestreitet er sämtliche Anschuldigungen. Er behauptet, keinesfalls die Absicht gehabt zu haben, Anschläge zu planen oder durchzuführen.

Die Ermittlungen werfen auch ein Licht auf seinen ehemaligen Komplizen aus dem Fall von 2023. Dieser wurde ebenfalls im Oktober wegen ähnlicher Vorwürfe erneut festgenommen, wobei sein Fall getrennt behandelt wird. Dies wirft Fragen über die Wirksamkeit von Deradikalisierungsmaßnahmen bei Jugendlichen auf. Vorerst wurde die Anklage gegen den 18-Jährigen eingebracht, ist aber noch nicht rechtskräftig, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der APA (Austria Presse Agentur) bestätigte.

Quelle: oe24

Credits: APA

Quellen: oe24, APA, Der Standard

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