Eine aktuelle Umfrage des Lazarsfeld-Instituts, veröffentlicht von oe24.at, zeigt deutliche Verschiebungen in der politischen Landschaft Österreichs. Die Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS würde bei einer Nationalratswahl am kommenden Sonntag ihre Mehrheit verlieren.
FPÖ als stärkste Kraft
Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) unter Herbert Kickl würde laut der Umfrage mit 36 Prozent klar als stärkste Kraft hervorgehen. Damit nähert sich die Partei ihrem bisherigen Rekordwert von Januar. Auch bei der Kanzlerfrage liegt Kickl mit 27 Prozent deutlich vor den anderen Kandidaten.
Grüne legen zu, NEOS verlieren
Die Grünen profitieren von ihrer neuen Parteichefin Leonore Gewessler und erreichen 11 Prozent, womit sie die NEOS überholen. Diese kommen nur noch auf 8 Prozent, was den schlechtesten Wert seit Beginn der Ampel-Koalition darstellt.
Schwache Ergebnisse für SPÖ und ÖVP
Die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) unter Andreas Babler erreicht in der Umfrage lediglich 18 Prozent – ein historischer Tiefpunkt seit Januar 2021. Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) unter Kanzler Christian Stocker kommt auf 21 Prozent, was fünf Prozentpunkte unter dem Wahlergebnis von 2024 liegt. Besonders auffällig: Nur 14 Prozent der Befragten würden Stocker direkt zum Kanzler wählen.
Regierungsmehrheit in Gefahr
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Ampel-Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS in einem neu gewählten Nationalrat keine Mehrheit mehr hätte. Statt der aktuellen 110 Mandate kämen die drei Parteien nur noch auf 91 Mandate – eines zu wenig für eine Regierungsmehrheit.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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