Der freiheitliche EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky sorgt erneut für Aufsehen auf dem internationalen Parkett. Der FPÖ-Politiker ist wieder nach Israel gereist, um an den Feierlichkeiten zum 78. Unabhängigkeitstag des Landes teilzunehmen.
Exklusive Einladung der Regierung
Es ist ein Termin, der aufhorchen lässt. „Ich freue mich über eine Ehreneinladung der Regierung zum Unabhängigkeitstag des Staates Israel“, teilte Vilimsky stolz auf der Online-Plattform X mit. Wie oe24.at berichtet, kam die offizielle Einladung direkt von der israelischen Verkehrsministerin Miri Regev. Die große Feier findet auf dem berühmten Herzl-Berg in Jerusalem statt. Neben Vilimsky werden auch Staatspräsident Isaac Herzog sowie Premierminister Benjamin Netanyahu bei der Veranstaltung erwartet.
Historische Begegnung im Jänner
Der aktuelle Trip ist nicht Vilimskys erste Reise ins Heilige Land in diesem Jahr. Bereits Ende Jänner weilte er als Teil einer Delegation von EU-Parlamentariern der „Patrioten für Europa“-Fraktion in Israel. Damals traf er Ministerpräsident Netanyahu und Verkehrsministerin Regev persönlich. Die FPÖ feierte diesen Moment in den sozialen Netzwerken als Treffen historischen Ausmaßes. Erstmals in der Geschichte der Partei sei ein Repräsentant offiziell von der israelischen Regierung und dem Ministerpräsidenten empfangen worden, hieß es vonseiten der Freiheitlichen.
Offizielle Linie Israels bleibt hart
Trotz der strahlenden Bilder und hochrangigen Treffen gibt es auf diplomatischer Ebene keine offizielle Kehrtwende. Israel pflegt aus Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Österreich seit Jahrzehnten eigentlich keine offiziellen Beziehungen zur FPÖ. Wie DiePresse.com schreibt, stellte der israelische Botschafter David Roet bereits im März klar, dass sich an der Politik des Staates Israel gegenüber der FPÖ nichts geändert habe. Es sei ihm keine Änderung dieser Linie bekannt. „Was Israel mehr interessiert, ist, dass die politischen Parteien in Europa sich intensiv mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen“, betonte der Diplomat unmissverständlich.
Ein Land feiert seine Gründung
Israel zelebriert in diesem Jahr seinen 78. Unabhängigkeitstag nach dem hebräischen Kalender. Der Tag erinnert an die historische Staatsgründung. Am 14. Mai 1948 rief der damalige Staatsgründer David Ben Gurion in Tel Aviv die Unabhängigkeit aus – ein Ereignis, das die Palästinenser bis heute als „Al-Nakba“ (Katastrophe) bezeichnen. Österreich und Israel blicken in diesem Jahr zudem auf 70 Jahre diplomatische Beziehungen zurück. Es ist eine besondere Freundschaft, die trotz globaler Spannungen weiter gepflegt wird.
Quelle: oe24.at, krone.at, DiePresse.com
Credits: APA
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