Ein Vorschlag, der das Blut in den Adern gefrieren lässt: In der bekannten US-Morningshow „Fox & Friends“ hat Moderator Brian Kilmeade für einen handfesten Skandal gesorgt. Live im Fernsehen schlug er vor, psychisch kranke Obdachlose, die Hilfe verweigern, einfach zu töten. Die Empörung über diese menschenverachtende Aussage ist riesig.
„Tötet sie einfach“ – Schock-Satz im Morgenprogramm
Was war passiert? In einer Diskussion über Kriminalität und Obdachlosigkeit ließen die Moderatoren kein gutes Haar an der aktuellen Politik. Anlass war der tragische Mord an einer 23-jährigen Ukrainerin durch einen psychisch kranken Obdachlosen in North Carolina. Co-Moderator Lawrence Jones forderte, Hilfsverweigerern die Wahl zu nehmen: „Entweder sie nehmen die Mittel an, die wir ihnen anbieten, oder sie entscheiden sich dafür, ins Gefängnis zu kommen.“
Doch Kilmeade ging noch einen schrecklichen Schritt weiter. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, warf er beiläufig ein:
„Oder eine unfreiwillige tödliche Injektion.“
Damit nicht genug, legte er nach: „Oder etwas anderes. Tötet sie einfach.“ Seine Moderationskollegen zeigten sich kaum schockiert. Ainsley Earhardt fragte lediglich: „Ja, Brian, warum musste es so weit kommen?“
Welle der Empörung im Netz
Obwohl im Studio zunächst keine große Reaktion erfolgte, verbreitete sich der Clip wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien. Die Reaktionen waren verheerend. Wie der Spiegel meldet, stieg der Druck auf den Sender und den Moderator in den folgenden Tagen immens an. Zahlreiche Nutzer und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verurteilten die Äußerung als „völlig menschenverachtend“.
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom reagierte mit einem Bibelzitat, das die Ignoranz gegenüber den Armen anprangert. Christine Quinn, Leiterin einer großen New Yorker Organisation für Notunterkünfte, nannte die Rhetorik hetzerisch und spaltend, wie die Kleine Zeitung schreibt.
Eine halbherzige Entschuldigung
Unter dem öffentlichen Druck sah sich Kilmeade schließlich gezwungen, sich zu entschuldigen. In einer Videobotschaft bezeichnete er seine Bemerkung als „äußerst gefühllos“. Er sei sich bewusst, dass nicht alle psychisch kranken Obdachlosen gewalttätig seien und Mitgefühl verdienten.
Für viele Kritiker kommt diese Entschuldigung jedoch zu spät und wirkt erzwungen. Ob der Skandal für den Moderator Konsequenzen haben wird, ist noch unklar. Bisher hat Fox News, ein Sender, der immer wieder mit kontroversen Aussagen für Schlagzeilen sorgt, keine weiteren Schritte angekündigt. Der Vorfall zeigt jedoch einmal mehr, wie aufgeheizt die Stimmung in den USA ist und wie schnell die Grenzen des Sagbaren verschoben werden.
Credits: APA
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